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Villingen-Schwenningen Pflegenotstand: Beschäftigte demonstrieren

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"Flashmob" bei Nieselregen: Rund 200 mit Pflege Beschäftigte demonstrieren auf dem Latschariplatz in Villingen gegen den Pflegenotstand. Foto: Heinig

Villingen-Schwenningen - Selbst das Wetter protestierte mit: Am Samstagnachmittag demonstrierten auf dem Villinger Latschariplatz bei Nieselregen rund 200 mit Pflege Beschäftigte gegen den Pflegenotstand.

Der "Flashmob" in Form eines zehnminütigen Niederlassens direkt auf dem nassen Straßenpflaster fand bundesweit und zeitgleich in vielen deutschen Städten statt, um darauf aufmerksam zu machen: Die Pflege ist am Boden. Schüler und Mitarbeiter von Pflegeschulen, ambulanten Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen, von Altenheimen und aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum machten so anschaulich klar, dass man den Pflegenotstand nicht länger hinzunehmen gedenkt.

"Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich das Thema Pflege anzupacken und bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige zu schaffen", sagte Monika Fadhila von der evangelischen Diakoniestation VS. "Entbürokratisierung und ein Ende von Rationalisierungen", wünscht sich Maria Noce, Leiterin des Hospiz "Via Luce" in Schwenningen, konkret und sagt weiter: "Es ist fünf vor zwölf und wir lassen uns nicht mehr vertrösten".

Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach war zum "Flashmob" gekommen und sicherte den Demonstrierenden seine Unterstützung zu. In jeder Familie könne Pflege schließlich jederzeit zum Thema werden, so Rombach. Nur mit fairer Bezahlung und gesellschaftlicher Anerkennung der Pflegekräfte könne man in einer immer älter werdenden Bevölkerung dem dramatischen Fachkräftemangel etwas entgegensetzen. Die unverzichtbare Arbeit pflegender Angehöriger müsse stärker entlastet und wertgeschätzt werden. Um das zu erreichen, müsse Pflege finanziell gestärkt werden.

Diese Forderungen erhebt auch der gerade auf Initiative von Maria Noce gegründete Runde Tisch, der am 18. Februar zum zweiten Mal unter der Leitung von Winfried Kadow tagen wird. Pflegedienstleitungen und Geschäftsführer von Pflegeeinrichtungen sowie Vertreter der Kranken- und Pflegekassen im Schwarzwald-Baar-Kreis wollen jedoch nicht nur fordern, sondern bei regelmäßigen Treffen Lösungen erarbeiten und diese den zuständigen politischen Vertretern und öffentlichen Ämtern vorgelegen.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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