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Villingen-Schwenningen Pegida-Banner: City-Rondell erstattet Anzeige

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Ein großes Transparent hängt seit Montag am City-Rondell, und auch auf dem Muslenplatz hängen Stop-Pegida-Plakate: Am Sonntag demonstrieren die Islamkritiker in Schwenningen. Foto: Eich

VS-Schwenningen - Eine besondere Spendenaktion plant das No-Pegida-Bündnis angesichts der erneuten Sbh-Gida-Demo am Sonntag. Derweil hat das CityRondell wegen des Antifa-Banners Strafanzeige gestellt.

"Ich bin stinksauer. Als Einkaufscenter verhalten wir uns neutral." Centermanager Rudolf Haselbach findet klare Worte gegen die Aktion der Antifa am Montag. Unbekannte hatten ein acht Meter langes Banner mit der Aufschrift "Naziaufmarsch verhindern" am Dach des Rondells befestigt und außerdem Flugblätter heruntergeworfen (wir berichteten). Dies sei ohne sein Wissen und erst Recht ohne seine Zustimmung geschehen, betont der Manager. "Wir haben die Polizei eingeschaltet und Strafanzeige gestellt, unter anderem wegen Hausfriedensbruchs", erklärt Haselbach. Das Banner wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der Centermanager ist aus einem weiteren Grund fassungslos: "Die zum Beschweren befestigten Sandsäcke hätten Kunden treffen und diese verletzten können!" Verhindern hätte man die Aktion nicht können, "das Parkdeck ist ja für jeden zugänglich."

Die Antifa ruft derweil zu einer Gegendemo ab 13.30 Uhr in der Muslen vor C & A auf. "Wir werden die Stadt mit Leben füllen, lautstark demonstrieren und die Nazis blockieren" erklärt deren Sprecher Robert Hertkamp.

Das gemäßigte No-Pegida-Bündnis will am Sonntag zwar ebenfalls präsent sein, aber nicht demonstrieren. Vielmehr plant es eine Spendenaktion, die unfreiwillig von der Sbh-Gida unterstützt werden soll. "Wir lassen die Sbh-Gida ihre Reden schwingen, aber ganz für die Katz’ soll deren Anstrengung nicht sein", sagen die Organisatoren Pascal Pestre, Nicola Schurr und Ralph Gravenstein augenzwinkernd. Denn die drei möchten die Pegida-Kundgebungsteilnehmer zählen und pro Demonstrant mindestens zehn Euro an die Hilfsstelle für traumatisierte Flüchtlinge Refugio spenden.

No Pegida hofft auf breite Unterstützung – auch aus der Wirtschaft. Schließlich sorgten die Aktionen der Sbh-Gida landesweit für Aufsehen und würfen kein gutes Licht auf die Region. "Wer auch künftig qualifizierte Fachkräfte braucht, Touristen in die Doppelstadt locken möchte, sollte helfen, dass VS nicht länger als ›braunes Nest‹ wahrgenommen wird."

Zusätzlich ist beim Muslenzentrum ab 14.30 Uhr ein "Straßencafé für Menschlichkeit und gegen Rassismus" geplant. Übrigens laufen laut Nicola Schurr die Vorbereitungen für ein internationales Fest – und zwar abseits der Demos. "Wir wollen damit zeigen, dass wir das auch ohne Pegida können."

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