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Villingen-Schwenningen Patienten wollen keine Panzer in Nähe von Klinik in Tannheim

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Patienten und die Klinikleitung machen sich dafür stark, den geplanten Truppenübungsplatz in der Nähe der Tannheimer Nachsorgeklinik zu verhindern. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen-Tannheim - Für reichlich Wirbel sorgt die geplante Realisierung eines Truppenübungsplatzes zwischen Donaueschingen und Villingen. Roland Wehrle, der Geschäftsführer der Nachsorgeklinik in Tannheim, zeigte sich schockiert über das Vorhaben. Es gefährde die Arbeit der Nachsorgeklinik.

Das Thema ist jetzt Chefsache - nicht nur in der Nachsorgeklinik, sondern auch in der Bundespolitik. Denn die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erhielt Post aus Tannheim. Herauszulesen ist die Angst um die Nachsorgeklinik, wenn die "Teststrecke für Panzer und Schießübungen" in der geplanten Form Realität würde. Die Nachsorgeklinik könne es nicht hinnehmen, dass durch den Truppenübungsplatz die Rehabilitation von krebs-, herz- und musikoviszidosekranken Kindern und deren Familien beeinträchtigt oder gefährdet wird.

1991 habe man sich ganz bewusst für den Standort Tannheim entschieden - eine Oase der Ruhe und der Erholung versprach man sich davon. Wichtig für den Reha-Erfolg seien entsprechende Rahmenbedingungen - und dazu gehörten auch die "Eingebundenheit in die faszinierende Landschaft des Schwarzwaldes, die sehr guten bioklimatischen Bedingungen und der große Erholungswert des Waldes".

Bereits 1748 Unterstützer 

Die Patientenfamilien müssten "nach einer Zeit des bloßen Überlebens" durchatmen. "Dies wird durch die Erweiterung des Standortübungsplatzes auf dem gegenüberliegenden Ochsenberg stark gefährdet". Mehr noch: "Sie entziehen uns damit einen Teil unserer Geschäftsgrundlage und wir fragen uns, welchen Stellenwert diese kranken Kinder heute noch haben."

Unumwunden richtet Wehrle eine große Bitte an die "verehrte Frau Ministerin" um ihre Unterstützung für die kleinen Patienten und ihre Familien.

Ob sein Ansinnen von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt noch abzuwarten. Doch die flammenden Zeilen nach Berlin sind nicht der einzige Weg, auf dem derzeit versucht wird, die Pläne zu durchkreuzen: Wie wichtig die Klinik für die Patienten und ihre Familien ist, zeigt auch eine Online-Petition eines Patienten, die dieser am Wochenende ins Leben gerufen hat. "Keine Panzer in der Nähe der Nachsorgeklinik Tannheim!" titelt diese nun im Internet auf der Seite www.openpetition.de. Mit 50.000 Unterstützern wäre das Quorum erreicht - 1748 waren es am Montagnachmittag bereits.

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