Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Omas halten Abstand – besonders nach Rechts

Von
Auch in Villingen traten die "omas gegen Rechts" wie hier am 10. Mai schon in Aktion. Archiv-Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen. "Aktuell gibt es mehrere Anlässen, sich an der politischen Meinungsbildung zu beteiligen und einen Kontrapunkt zu setzen", dies teilen die "Omas gegen Rechts" Schwarzwald-Baar-Heuberg mit. Aus diesem Anlass wird am Samstag, 6. Juni, während des Wochenmarkts eine öffentliche Aktion unter dem Titel "Kontrapunkt" in der Muslen in Schwenningen stattfinden. Die Veranstaltung "Kontrapunkt" startet um 10.30 Uhr und wird voraussichtlich bis 12 Uhr andauern.

Aktueller Anlass zu der Veranstaltung sind unter anderem die Protestaktionen gegen die Corona-Maßnahmen, die auch wiederholt in Villingen stattfanden. Diese Demonstrationen wurden laut den Veranstalterinnen von "AfD-Anhängern und politisch noch weiter rechts angesiedelten Spektren besucht und unterstützt." Davon möchte sich die Initiative abgrenzen.

Außerdem wird der von vielen Menschen nachlässige Umgang mit den Maßnahmen gegen die Verbreitung der Corona-Pandemie von den "Omas gegen Rechts" stark kritisiert. Viele Mitglieder der Initiative gehören selbst zur sogenannten Risikogruppe und das nur nachlässige Tragen von Schutzmasken wird von ihnen als sehr rücksichtslos wahrgenommen. Viele würden sich aus diesen Gründen gar nicht mehr oder nur mit Angst in die Öffentlichkeit trauen. Die "Omas gegen Rechts" wollen für eine Gesellschaft aufstehen, in der Solidarität auf allen Ebenen gelebt wird.

Rechte Gruppen favorisieren, so die Veranstalterinnen, das Recht der Stärkeren und die Diskriminierung der Hilfsbedürftigen. Diese Themen werden beim "Kontrapunkt" mittels Plakaten und Stellwänden aufgegriffen. Dabei seien vertiefende Gespräche zu Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit interessierten Besuchern ausdrücklich erwünscht.

Die in der vergangenen Woche bekannt gewordene Kriminalstatistik zu den politisch motivierten Straftaten in Deutschland ist für die Initiative ein weiterer Anlass, laut nachzudenken – 2019 seien demnach insgesamt über die Hälfte aller insgesamt 41 177 Straftaten dem rechten Spektrum zugeordnet (22 324 Straftaten) nur etwa fünf Prozent seien von Ausländern begangen worden (2322 Straftaten). Davon wurden gerade einmal 425 Straftaten religiöser Ideologien entspringen. Diese Fakten würden laut den Veranstalterinnen ein ganz anderes Bild als die von Rechts herbeigeredete "islamistische Gefahr" deutlich machen und zeigen, wo die große Mehrzahl der politischen Straftäter tatsächlich angesiedelt sei.

Bei ihrer öffentlichen Veranstaltung wollen die "Omas gegen Rechts" vor allem zum Nachdenken anregen, ohne zu behaupten, die "richtigen" Antworten zu wissen, dies macht die Initiative im Voraus deutlich. Im Gegenzug wünschen sich die Veranstalterinnen von den Besuchern am Samstag eine offene Gesprächsbereitschaft, das Einhalten des gebotenen Abstands sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In Zukunft sollen solche Aktionen in ähnlicher Form auch in anderen Gemeinden des Landkreises zu aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen stattfinden.

Artikel bewerten
49
loading

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

31

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.