Foto: Bartler-Team

Echt-bayerische Stimmung in der Helios Arena. 2000 Gäste feiern. Am Montag letzter Termin.

Villingen-Schwenningen -  Das hatte die Helios Arena noch nicht gesehen: Fesche Dirndl und krachlederne Hosen wohin das Auge blickte.

Die Helios Arena war in ein Festzelt umfunktioniert worden, schließlich startete hier das erste Oktoberfest, und das gleich drei Tage lang. Nicht kleckern, sondern klotzen hatten sich die Veranstalter gedacht und luden "Antonia aus Tirol" als Top-Attraktion in die Helios Arena ein.

Hallen-Manager Klaus Hässler, selbstverständlich im Wiesn-Outfit, betrachtete die ausgelassene Party und meinte zufrieden: "2000 Besucher und das zum ersten Oktoberfest in der Doppelstadt, ich bin sehr zufrieden."

Antonia, die ihren großen Durchbruch an der Seite von DJ Ötzi hatte, mit ihm coverte sie den Song "Anton aus Tirol", ist mit der "Auf die Bänke Tour" unterwegs. Das ließen sich die 2000 Besucher nur einmal sagen: Kaum betrat Antonia die Bühne, standen sie auf den Bänken und jubelten.

Gestandene Männer tanzten auf den Bänken, mit einer Maß in der Hand. Die Damen-Welt tanzte wild vor der Bühne. Und Antonia, hübsch, sympathisch und bester Stimmung, wusste, wie sie das Publikum im Griff behielt. Mit ihrem Hit "Heut ist so ein schöner Tag" liegt sie seit 40 Wochen auf Platz eins der Hitparade in "Costa Riga", verkündete sie tänzelnd und lachend.

Dann bewies sie, dass sie auch eine Rocker-Lady ist: "Let’s have a party" und "Rocking all over the world", jawohl, stufenlos wechselten die Tänzer in den Rock’n’Roll-Modus. Mit geübtem Blick stellte Antonia fest, dass Frauen-Überschuss, zumindest vor der Bühne, herrschte. "So, jetzt singen die Männer mal für mich", forderte sie die krachlederne Herrenwelt auf. Na ja, so ganz zufrieden war sie nicht, aber das machten die Damen im feschen Dirndl wieder wett.

Viele hübsche Dirndl gab es zu sehen, dazu hatten die Damen sich noch sehr viel Mühe mit geflochtenen Zöpfen oder wilder Mähne gegeben. "So muss es sein", nickten die Herren von der Freiwilligen Feuerwehr wohlwollend. Sie waren mit sechs Freiwilligen und zwei Fahrzeugen vor Ort, auch das Deutsche Rote Kreuz war mit fünf Sanitätern gut vertreten.

Nach einer Stunde musikalischem Tempo auf der Bühne verabschiedete sich Antonia, zumindest versuchte sie es, denn ohne Zugabe war da nichts zu machen. Die Party Band "Just for Fun" scharrte schon mit den Füßen und übernahm stufenlos die Bühne. Und weiter ging’s mit rasanter "Musi".

Vor dem Eingang der Arena standen erhitzte Besucher, die sich eine Zigarette gönnten und sich durchweg begeistert über das erste Oktoberfest in der Arena äußerten. Dass sie noch fit waren, zeigten zwei Herren in Feierlaune, die auf dem Weg zum Parkplatz einige astreine Liegestütze hinlegten. Die Kumpels zählten mit und sparten nicht mit Beifall.

Auf dem Parkplatz hielt ein Auto mit vier jungen Männern an, die erstaunt fragten: "Ja, ist hier heute ein Eishockey Spiel?" Auf die Antwort: "Nein, Oktoberfest", rollten sie erstaunt mit den Augen.

Am Montag, 2. Oktober, wird noch einmal Oktoberfest gefeiert, allerdings ohne Antonia, die am Freitagabend zum nächsten Fest weitergefahren war.