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Villingen-Schwenningen Offene Flächen für neue Lebensräume

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Seit Montag schaffen täglich Mitarbeiter des Landratsamtes im Schwenninger Moos Flächen für Tiere und Pflanzen. Foto: Roth Foto: Schwarzwälder Bote

Seit Anfang der Woche finden rund um das Schwenninger Moos Pflegearbeiten statt, um Flächen für Pflanzen und Tiere zu sichern. Knappe drei Wochen sollen die Arbeiten andauern.

VS-Schwenningen. Die Idylle des Schwenninger Mooses in den Morgenstunden wurde am Montagvormittag durch Geräusche von Kettensägen, Maschinen und fallenden Bäumen durchbrochen. Der Grund hierfür ist jedoch eine dringend notwendige Maßnahme zur Erhaltung und Förderung der moortypischen Natur. Flächen für bedrohte Pflanzen- und Tierarten schaffen: Das ist das Ziel des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis, welches im Auftrag des Naturschutzgroßprojektes Baar anvisiert wurde. Aufgrund von Sturmtief Sabine mussten diese Arbeiten um eine Woche verschoben werden. So war ursprünglich der zehnte Februar als Starttermin angelegt.

Gewisse Pflanzenarten wie etwa der rundblättrige Sonnentau oder die Rosmarinheide benötigen offene Flächen, um unbeschränkt wachsen zu können. Das Wachsen von Kiefern und Birken auf solchen Flächen führt schließlich dazu, dass die Pflanzen keinen Lebensraum entwickeln können. Auch Tierarten sind davon betroffen, wie etwa der Hochmoor-Glanzläufer, ein besonderer Käfer.

Natürliche Maßnahmen reichen nicht mehr aus

Bisher ließ man deswegen sogenannte Moorschnucken diese Fläche beweiden, um das Wachstum der Kiefern und Birken zu verhindern. Allerdings reiche diese Maßnahme nicht mehr aus. "Die Moorschnucken haben gute Arbeit geleistet", lobt der Leiter des Naturschutzprojektes Baar, Thomas Kring. Dennoch haben sich junge Birken und Kiefern entwickelt, weswegen man mechanisch nachhelfen müsse. "Es handelt sich dabei um Baumgewächse, die bis etwa zwei Meter hoch sind. Es sind also keine Neststandorte von Vögeln betroffen", stellt Kring klar. Mit dem Einsatz von Motorsägen und Freischneidern werden die kleinen Gewächse rund um das Schwenninger Moos schließlich entfernt und am Rand des Rundwegs gelagert, gehäckselt und abtransportiert.

Vier bis sechs Arbeiter sind dafür täglich im Einsatz, wobei die Arbeiten Anfang März abgeschlossen werden. "Der Schnitt der Gehölze muss fertig sein bevor die Vögel zurückkommen", erläutert Kring. Eine solche Maßnahme des Naturgroßschutzprojektes Baar findet zum ersten Mal statt. Besucher des Schwenninger Mooses haben während den Arbeiten keinerlei Beeinträchtigung zu befürchten, da die Arbeiten nicht in unmittelbarer Nähe des Rundweges vonstatten gehen. Ein seltenes Befahren des Rundweges ließe sich allerdings nicht gänzlich vermeiden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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