Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen OB-Kandidat unterstützt Ehrenamtliche tatkräftig

Von
Helgina Zimmermann (Zweite von links) und andere Mitarbeiter der Tafel informieren Jürgen Roth (Zweiter von rechts) über ihre Tätigkeit. Foto: Sautter Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Schwenningen. Einen Vormittag lang hat Oberbürgermeister-Kandidat Jürgen Roth die Schwenninger Tafel besucht. Dabei schaute er sich die Warenannahme und Aufbereitung im Zentrallager für fünf Tafelläden im Kreis an. Darüber hinaus hat Roth sich mit Andreas Schulz und Michael Schuhmacher, den Pfarrern der Seelsorgeeinheit Neckar/Baar, getroffen.

Engagiert, anstatt über die Armut im Land nur zu lamentieren

Laut Mitteilung griff Roth bei der Tafel beherzt mit an, um so ein Empfinden dafür zu bekommen, was die Ehrenamtlichen und zum Teil auch Kräfte, die von den Jobcentern geschickt werden, alles leisten. Neben der Kontrolle von Salat und dem Verpacken von sonstigen Lebensmitteln informierte ihn Helgina Zimmermann, die Vorsitzende des Vereins "Mach mit" als Träger der Tafel, ausführlich über die Ziele und Organisation dieser sozialen Einrichtung.

Statt darüber zu lamentieren, dass es Armut in einem reichen Land wie Deutschland eigentlich nicht geben dürfte und die Versorgung von armen Menschen Sache des Staates wäre, helfe man hier ganz praktisch. Noch gute Lebensmittel, die in Supermärkten weggeworfen würden, sammeln Mitarbeiter der Tafel im ganzen Landkreis ein. Sie werden für zehn bis 30 Prozent des ursprünglichen Preises an Berechtigte verkauft. Der Kreis der Berechtigten setzt sich zusammen aus Alleinerziehenden, Flüchtlingen, Menschen in Altersarmut oder sonst in Armut geratene Personen. Die Läden müssen die Kosten für Miete, Energie, Fahrzeuge und Entsorgung selbst tragen. Jürgen Roth zeigte sich verwundert, dass ein so engagierter Verein keine öffentlichen Zuschüsse bekommt. "Spätestens im nächsten Jahr, wenn der Verein 20 Jahre alt wird, sollte man darüber mal sprechen."

Verbindendes Thema: Seelsorgeeinheit baut Kindergarten

Eine weitere Station im Wahlkampf war für Jürgen Roth die katholische Seelsorgeeinheit Neckar/Baar. Dazu gehören Schwenningen, Mühlhausen und Weigheim mit insgesamt 14 000 Gemeindemitgliedern. Ein Bindeglied zwischen den kirchlichen und der politischen Gemeinde ist oft die gemeinsame Verantwortung für Kindergärten. Deshalb drehte sich das Gespräch des Kandidaten mit den beiden Pfarrern Schulz und Schuhmacher schwerpunktmäßig um die Kindergartensituation in katholischer Trägerschaft in Schwenningen. So sind die Pfarrer derzeit mit dem Neubau eines sechs-gruppigen Kindergartens beschäftigt als Ersatz für Sankt Elisabeth. Neben zwei Kleinkind- sind vier Kindergartengruppen geplant, davon eine Ganztagsgruppe. Diese Bautätigkeit bindet viel Arbeitskraft und Zeit im Umgang mit den Behörden. Daneben gilt es, für den neuen Kindergarten Fachpersonal zu rekrutieren, was derzeit schwierig ist.

Als Bürgermeister, der in Tuningen eines der ersten Familienzentren im Schwarzwald-Baar-Kreis eingerichtet hat, war Roth ein kompetenter Gesprächspartner, wie er in einer Mitteilung bekannt gibt. Er begrüßte, dass man in den Schwenninger katholischen Kindergärten nach dem "Early Excellence"-Prinzip arbeite. Dieses Prinzip geht davon aus, dass nicht nur die Erzieher die kompetenten Fachleute sind, sondern jedes Kind ein exzellentes Potenzial mitbringe. Auch die Eltern haben eine natürlich Erziehungskompetenz, die man gemeinsam fördern will. "Für Ihren konzeptionellen Ansatz kann ich Sie nur beglückwünschen", erklärte Jürgen Roth.

 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.