Andreas Hey (links), Sprecher der Bewohnerinitiative Schilterhäusle, weist beim Rundgang durch das Wohngebiet im Zentralbereich von VS auf Verbesserungspotenzial auf dem Nikolausplatz hin. Foto: Dorer

Schilterhäusle profitiert vom Klinikum. Rundgang mit Bewohnerinitiative. Sorge vor Lärm von Jugendzentrum.

Villingen-Schwenningen - Das Wohngebiet Schilterhäusle entwickelt sich gut. Es gibt nur noch wenige Grundstücke zu kaufen. Vor allem die Ansiedlung des neuen Klinikums in unmittelbarer Nachbarschaft hat dem Gebiet einen Aufschwung gebracht.

Bei einem Rundgang der Bewohnerinitiative "Schönes Schilterhäusle" mit Oberbürgermeister Rupert Kubon, Bürgermeister Detlev Bührer und weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung durch das Wohngebiet wurde insgesamt eine positive Bilanz gezogen.

Die Bewohner, die sich in der Initiative engagieren, priesen stolz ihren Seerosenteich an, freuten sich über die gute Busanbindung und das neue Schwarzwald-Baar-Klinikum am Rande des Wohngebietes. Viele Ärzte und andere Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich seien dadurch ins Schilterhäusle gezogen. Dass durch das Klinikum nun sogar eine Bäckerei mit Cafeteria vorhanden sei, lobte eine Bewohnerin. "Jetzt kann ich dort morgens Brötchen holen."

Allerdings sprach Andreas Hey, Sprecher der Bewohnerinitiative, auch einige Punkte an, die verbesserungswürdig sind. Im Bereich der Verkehrssicherheit fehlen die Warnbaken an verschiedenen Fahrbahnverengungen. Sie wurden offenbar vor dem Winter wegen der Schneeräumung abgebaut und sind seither verschollen. Die Bewohner wünschen sich zudem eine Einebnung des Bolzplatzes und große Wackersteine als Abgrenzung zur Straße. Parkende Lastwagen in der Europaallee sind den Bewohnern ebenso ein Dorn im Auge wie ein Bus, der durch die Friedrichs­thaler Straße fährt. Beim Seerosenteich sollte der Verlandung vorgebeugt werden und der kleine Jugendtreff beim Nikolausplatz saniert werden.

Noch bevor der Rundgang am Kinder- und Familienzentrum startete, ging Hey auf die Planungen für ein neues Jugendzentrum im Klosterhof ein. "Wir sind nicht grundsätzlich dagegen", machte er deutlich. Doch es sei unumgänglich, dass das Thema Lärmschutz im Blickpunkt stehe. "Wenn es denn gebaut wird, ist es eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten und kein Ersatz", machte Kubon deutlich und sagte ein Lärmgutachten zu.

Zu einem möglichen Containerdorf für Flüchtlinge auf dem ehemaligen Familienfreizeitpark-Gelände erläuterte der Oberbürgermeister, es werde derzeit an vielen Stellen in der Stadt nach Möglichkeiten gesucht, Flüchtlinge unterzubringen. Schwierig sei, wenn viele Menschen zusammengeballt leben, "deshalb schauen wir verschiedene Flächen an".