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Villingen-Schwenningen Nur erfahrene Jäger dabei

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Vor dem neuen Jagdanhänger, der vom Land Baden-Württemberg finanziert ist (von links): Sven Jager, Sachgebietsleiter Untere Jagdbehörde und Forstrevierleiter Brigachtal, Manfred Boullion, stellvertretender Hegeringleiter und Jagdpächter von Blumberg Dunja Zimmermann, Kreishegeringmeisterin und Jägervereinigung Schwarzwald-Baar sowie Frieder Dinkelaker, Forstamtsleiter mit Jagdhund Balin. Foto: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis - Im Oktober beginnt die intensive Bejagung im Schwarzwald-Baar-Kreis auf Schwarz- und Rehwild.

Da sich die Wildtierbestände in Kulturlandschaften nicht selber regulieren, wird "der Wildbestand zu hoch" wie es im Jagdjargon heißt. Das Wild bedient sich dann bei der Futtersuche auch gerne in Hausgärten und Sportplätzen – wie kürzlich in Königsfeld geschehen.

Ein weiteres großes Problem ist die afrikanische Schweinepest, eine Tierseuche, von der Wild- und Hausschweine betroffen sind. Die Übertragung erfolgt direkt oder indirekt durch Fahrzeuge, Schweinefleischerzeugnisse oder kontaminierte Gegenstände. In Belgien, 40 bis 50 Kilometer vor der Deutschen Grenze sind bereits 700 Fälle von Schweinepest gemeldet. Der hartnäckige Erreger wurde vermutlich indirekt durch menschliches Handeln verbreitet. Deshalb ist die Jägerschaft aufgefordert, präventiv die Wildbestände zu bejagen, um die Seuchengefahr zu vermindern.

Nur erfahrene Jäger

An Bewegungsjagden nehmen nur erfahrene Jäger teil, die ihre Treffsicherheit auf bewegte Ziele mit regelmäßigem Training bewiesen haben und die Ethik der Waidgerechtigkeit einhalten. Wichtig sind gut ausgebildete Stöberhunde, die die Spuren des Wildes verfolgen und Schweißhunde, die verletztes Wild finden. Eine Bewegungsjagd wird revierübergreifend organisiert, da das Wild Strecken bis zu 20 Kilometer zurücklegt.

Die Vorbereitung der Jagd ist sehr zeitplanungs- und organisationsaufwändig. Für eine Fläche von 400 bis 1000 Hektar sind 50 bis 80 Schützen notwendig, erklären Vertreter der Jäger in einem Gespräch. Jeder Schütze ist allein auf der Jagd, doch er weiß, wer und wo im Jagdgebiet, sich die anderen Jäger befinden. Bei Bewegungsjagden ist die Verkehrssicherung von Straßen und Waldwegen notwendig für die Dauer der Jagd, die zwei bis drei Stunden beträgt.

Die Jäger im Schwarzwald-Baar-Kreis bekamen Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg. Sie erhielten einen neuen Jagdanhänger mit Material. Eine weitere Herausforderung ist die logistische Nachbereitung der Jagd. Das erlegte Wild wird aufgebrochen, untersucht, und vom Metzger unter absolut hygienischen Bedingungen versorgt.

Das Endprodukt ist ein hochwertiges Biofleisch, das die Verbraucher entweder bei dem Jäger oder über die Jägervereinigung kaufen können. Die Jägervereinigung Schwarzwald-Baar hat sogar ein Kochbuch herausgegeben, mit dem Titel: "Das essen Jäger gerne".

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