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Villingen-Schwenningen Noch können sich Kandidaten melden

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Nick Wälde (von links), Sören Pfundstein, Lea Bloß, Julia Mayer und Nadine Schumacher (von links) werben für die Jugendgemeinderatswahl in Villingen-Schwenningen vom 7. bis 16. November. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

In der Zeit vom 7. bis einschließlich 16. November sind alle Bürger im Alter von 14 bis 21 Jahren wieder zur Stimmabgabe für den Jugendgemeinderat aufgerufen. Bis zum 27. September können sich dafür noch Kandidaten melden, erstmals auch online.

Villingen-Schwenningen. Dafür reiche es zunächst, auf www.jugendbeteiligung-vs.de ein Formular auszufüllen, sagt Nadine Schumacher von der Kinder- und Jugendbeteiligung im Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS).

Für eine Kandidatur braucht es nicht viel: zwischen 14 und 21 Jahre alt sein, in Villingen-Schwenningen wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen – das reicht. Ahnung von Politik oder Kommunalpolitik müsse man nicht haben, weiß Jugendgemeinderätin Lea Bloß aus eigener Erfahrung. "Hatte ich auch nicht. Inzwischen erwäge ich ein Studium in Politikwissenschaften".

Neugier und die Motivation, im Sinne der Jugend etwas zu bewegen, das hält auch Julia Mayer für ausreichend. Und bewegt hat der Jugendgemeinderat schon einiges. Ein fertig ausgearbeiteter Mobilitätsplan liege bereit, sagt der Vorsitzende Sören Pfundstein, die Übergabe an den Oberbürgermeister stehe noch an. Mittel in Höhe von 250 000 Euro hat der "große" Gemeinderat für die Planung eines Skaterparks am neuen Jugend- und Kulturzentrum im Zentralbereich bereits in den Haushalt eingestellt.

Noch nicht abgeschlossen, aber weit gediehen sind die Vorschläge der Jugendgemeinderäte zur Etablierung eines Festivals. "Dazu kann ich im Moment aber noch nichts weiter sagen", so Pfundstein. Auch der Infrastruktur von Grillplätzen hat sich der junge Rat bereits gewidmet.

Es tut sich also etwas – und daher hoffen nicht nur die jungen, sondern auch die älteren Räte sowie das betreuende Amt auf eine höhere Wahlbeteiligung als noch vor Jahresfrist. Nur knapp acht Prozent der Wahlberechtigten gaben damals ihre Stimme ab. Für Nick Wälde, einer der Delegierten mit Rederecht im Gemeinderat, jedoch weder verwunderlich noch ein Drama. "Das muss und wird sich entwickeln". Nicht nur für ihn ist das eine Jahr Legislatur positiv verlaufen. "Wir fühlten uns ernstgenommen und agierten auf Augenhöhe", sagt Wälde. Trotzdem kann er keinen Gebrauch von der neu geschaffenen Möglichkeit machen, seine Amtszeit selbst um ein Jahr zu verlängern, weil er demnächst aus VS wegzieht.

Julia Mayer verlässt die Stadt für ein Studium. Sören Pfundstein und Lea Bloß haben sich hingegen schon für eine Verlängerung entschieden, weil beide das Projekt Jugendgemeinderat vorantreiben und stabilisieren wollen.

Gleichwohl werden vom 7. bis 16. November 20 neue Jugendgemeinderäte gewählt. Die Stimmabgabe ist über die eingangs genannte Plattform erstmals auch online möglich. Auch ein Punkt, der der Wahlbeteiligung gut tue, hofft Janine Schumacher.

Jeder Wähler hat 20 Stimmen, wovon er für einen Kandidaten maximal drei verwenden kann. Zehn Plätze im Jugendgemeinderat werden nach der höchsten Stimmenzahlen, weitere zehn nach der Schulart vergeben.

Bei der Wahlparty am 17. November im Jugendhaus K 3 in der Kalkofenstraße in ­Villingen werden dann die Namen der neuen Jugendgemeinderäte bekannt gegeben. Nach einem Kennenlernwochenende mit fachlicher Einführung durch die Landeszentrale für politische Bildung, nimmt der Rat seine Arbeit auf.

"Wir treffen uns nicht zu festgelegten Terminen mit strengem Protokoll", sagt Pfundstein. Die Jugend geht – auch Dank der Digitalisierung – neue Wege, die möglichst wenig Zeit kosten.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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