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Villingen-Schwenningen Nicola Schurr bleibt in Wahlrede authentisch

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Nicola Schurr tritt am 14. März 2021 für die SPD als Kandidat der Landtagswahl Baden-Württemberg an. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Nicola Schurr ist der Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis Villingen-Schwenningen. Der einzige Kandidat erhielt bei der Nominierungskonferenz am Sonntag 48 von 52 Stimmen, zwei enthielten sich und zwei stimmten gegen ihn.

Brigachtal. Coronakonform unter freiem Himmel stimmten auf der Festwiese der Gemeinde Brigachtal erstmals direkt die SPD-Mitglieder bei strahlendem Sonnenschein über ihren Landtagskandidaten für die Wahl am 14. März 2021.

Nicola Schurr hatte wenig Mühe, seine Wähler zu überzeugen, habe er sich in den vergangenen Jahren doch, wie die Kreisvorsitzende Derya Türk-Nachbauer betonte, mit vielen Ideen für "Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit" eingesetzt.

"Wir wollen ein bisschen ’was ändern", machte der 36-jährige Jugend- und Heimerzieher in seiner Nominierungsrede bescheiden deutlich, wohin die Reise mit ihm im Landtag ginge: hin zu einer sozialen und gerechten Politik vor allem in den Bereichen Arbeit, Bildung und Klima. Die Arbeitswelt werde sich in Zukunft stark verändern, glaubt Schurr. Als Arbeiterpartei müsse die SPD den Menschen die Angst davor und sie an die Hand nehmen. "Arbeit muss neu gedacht werden". Schurr sprach sich für den Wettkampf in der Marktwirtschaft aus, der dürfe aber nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden.

Zum Thema Bildung schwebt ihm ein Bildungszeitkonto für jeden Beschäftigten vor, von dem auch die Arbeitgeber profitieren würden. Nur mit Bildung verhindere man eine Spaltung der Gesellschaft. Bildungszentren könnten in jedem Quartier, in jeder Ortschaft entstehen und Bildung dürfe nichts kosten, findet Schurr. Zu einem leistungsfähigen Bildungssystem gehören zudem genügend Lehrer, aber auch Schulsozialarbeiter sowie – gesehen in der Pandemie – Glasfaser "bis zur letzten Milchkanne". Es genüge nicht, jeden Schüler mit Endgeräten zu versorgen, wenn die digitale Versorgung daheim nicht gegeben sei. Für die Digitalisierung der Schulen brauche es Experten, denn "Lehrer können nicht alles leisten".

Den Klimaschutz sieht Nicola Schurr als Teil aller politischen Themen. Ob Mobilität – mit Elektrizität oder Wasserstoff – tatsächlich die Zukunft sei, müsse sich erst noch zeigen. "Dafür muss Geld in die Hand genommen werden". Mehr Investitionen möchte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Gemeinderat in VS seit 2019 auch beim öffentlichen Personennahverkehr sehen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern.

Schurr gründete mit Pascal Pestre den Verein "VS ist bunt" als Antwort auf die Pegida-Bewegung und organisierte Hilfsprojekte und Demonstrationen gegen Rechts. Als wegen der Pandemie die "Tafeln" schlossen, kreierte er das Projekt "Deine Einkaufstüte", um Not leidende Menschen "mitten unter uns" in Kooperation mit dem Team von "Foodsharing" mit Lebensmitteln zu versorgen. Derzeit unterstützt er Bestrebungen, die "Seebrücke" als Ortsgruppe zu etablieren. Nach knapp einem Jahr als SPD-Gemeinderat habe er sich ein Profil erarbeitet und sei "einer, mit dem man reden kann". Als Ersatzkandidatin wurde am Sonntag Beate Bofinger aus Bräunlingen mit gewählt.

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