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Villingen-Schwenningen Nicht jeder profitiert von der Mehrwertsteuersenkung

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Die Kunden hoffen auch in VS auf Vergünstigungen. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Ab 1. Juli bis 31. Dezember liegt der Mehrwertsteuersatz nur noch bei 16 Prozent, statt bei 19 Prozent. So stellt sich die Frage, ob die Mehrwertsteuersenkung das Konsumverhalten der Bürger in Villingen-Schwenningen ankurbelt, und ob die Leute mit der Anschaffung vor allem von hochpreisigen Sachen bis jetzt gewartet haben.

Zunftmeister Lutz Melzer aus Schwenningen hat seine Besorgungen nicht extra auf den Juli verschoben, um drei Prozent sparen zu können. Dennoch ist er der Meinung, dass es sich jetzt lohnen würde beispielsweise ein Auto zu kaufen, da die drei Prozent sich durchaus auf den Preis auswirken würden. Dennoch meint Melzer, dass erstmal der Bedarf für neue Sachen da sein müsse und dies bei ihm grade nicht der Fall sei. Ebenso brauche man generell erstmal die dazu nötigen Mittel, um überhaupt einen neuen Wagen kaufen zu können.

Lesen Sie auch: Mehrwertsteuersenkung - So viel sparen Sie demnächst beim Einkauf

Christian Krause, der Abteilungskommandant der Feuerwehr in Schwenningen, hat keine Käufe in den Juli gelegt. "Eine größere Anschaffung haben wir nicht für den Juli geplant." Für seine Tochter aber werde es eine neue Einrichtung für ihr Zimmer geben. Dies sei zwar schon länger geplant gewesen. Doch jetzt sei natürlich der perfekte Zeitpunkt, um neue Möbel zu kaufen und die drei Prozent sparen zu können, so der Abteilungskommandant. Er sei grundsätzlich aber der Meinung, dass es besser sei, Geld erstmal anzusparen. Denn man wisse ja nicht, wie es mit der wirtschaftlichen Lage weitergehen werde. Die Situation sehe momentan ja eher sehr schlecht aus.

Zu großer Aufwand

Auf die Frage, ob Christa Franz der Meinung sei, dass die Mehrwertsteuersenkung das Konsumverhalten der Bürger ankurbeln werde, antwortet sie, dass sie dies bezweifle. Sie ist der Ansicht, dass sich der Aufwand, den die Händler betreiben müssen, nicht lohnen würde. Sie selbst habe auch nicht geplant, etwas extra im Juli zu kaufen, um die drei Prozent mitnehmen zu können.

Maritta Käfer erläutert bei ihrem Bummel in der Villinger Innenstadt, dass sie nicht absichtlich auf den Juli gewartet habe, um ein bisschen Geld einsparen zu können. Doch sie erläutert, dass sie und ihre Familie zufälligerweise geplant hatten, ein Auto zu kaufen und auch noch ein Haus zu bauen. Mit Freude erzählt sie, dass die Mehrwertsteuersenkung jetzt natürlich für den Hausbau und den Autokauf perfekt reinspiele. "Wir profitieren auf jeden Fall von der Mehrwertsteuersenkung" so Maritta Käfer.

"Ich glaube nicht, dass das Konsumverhalten durch die Mehrwertsteuersenkung angekurbelt wird" findet Andreas Kühn. Auch er glaubt nicht, dass durch die drei Prozent die Leute mehr kaufen. Auch er hat geplant, ein Auto zukaufen und hatte sich eigentlich gefreut, dass er dann die drei Prozent einsparen könnte. Dies hätte sich schon auf den Preis ausgewirkt. Doch leider sei das Auto erst im nächsten Jahr lieferbar – so wird er die drei Prozent nicht sparen können, was er sehr bedaure.

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