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Villingen-Schwenningen Neues Lager dringend gesucht

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Beladen den Container für Burundi mit Rädern: (von links) Axel Maier, Richard Becker, Hartmut Bauer (ADFC Renningen), Anne Mäckelburg, Ahmed Waqar (NAJU) und Ewald Bauman. Foto: Kratt Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Schwenningen (mk). Fahrräder, wohin das Auto reicht: In der Lagerhalle der Firma Haller in der Lichtensteinstraße liegen alte Schläuche am Boden, hängen die Rahmen fein sortiert auf einer Stange, türmen sich gebrauchte Räder übereinander. Auch andere alte Schätzchen, Schreibmaschinen oder Werkzeuge, liegen herum – und warten auf Abholung.

Es ist das Lager des Schwenningers Ewald Baumann, der sich bereits seit mehreren Jahren für das Projekt Fahrräder für Afrika engagiert. Wieder einmal ist es soweit: Ein Container soll mit Rädern und anderen gesammelten, gebrauchten Gegenständen beladen und nach Ostafrika, diesmal Burundi, verschifft werden.

Und Ewald Baumann hat großen zeitlichen Druck: Eigentlich schon Ende vergangenen Jahres hätte er aus dem Domizil in der Lichtensteinstraße raus gemusst, weil die Firma Haller nach hinten Richtung altem Schlachthof erweitern will. "Ich muss auf jeden Fall bald etwas anderes finden werde", sagt der Schwenninger, der die Räder zuvor im Eckhaus zwischen Sturmbühlstraße und Marktplatz gelagert hatte. Dort musste er weg, weil das Gebäude durch die Marktplatzsanierung abgerissen wurde.

Trotzdem hat Baumann in den vergangenen Jahren immer wieder Räder gesammelt, indem er Aufrufe an Bürger startete oder selber auf Wertstoffhöfen zwischen VS und Stuttgart unterwegs war. Wie viele Räder noch in der Halle sind, ist nicht ganz festzumachen. 500? 1000? Rund 300 zumindest werden am Freitag und am Samstag verladen.

Helferteam vor Ort

Mit vor Ort ist ein kleines Helferteam, das zudem Gehstützen, Rollstühle oder französische und englische Literatur verlädt. Unter ihnen ist Anne Mäckelburg von der Naturschutzjugend (NAJU) Weil der Stadt, der auch Baumann angehört und die den Containertransport initiiert. Durch den Einsatz der Räder, die hierzulande keiner mehr braucht, würden die Arbeitsbedingungen in Burundi, Partnerland von Baden-Württemberg, verbessert, erklärt Mäckelburg. "Wir freuen uns besonders, dass damit auch die Jugendlichen unterstützt werden. Das ist viel wert." Empfänger sei zunächst Caritas-Burundi, die die Gegenstände evaluiere. "Überall im Land gibt’s kleine Projekte, die davon profitieren", fährt Mäckelburg fort. Nichts werde verkauft, sondern einzig an Bedürftige gespendet. Wenn der Container voll ist, geht er auf große Reise: mit der Eisenbahn zunächst nach Rotterdam, dann mit dem Schiff über das Mittelmeer und den Suezkanal nach Ostafrika, berichtet sie.

Axel Maier aus Königsfeld, der sich dort für das Afrika-Räder-Projekt eingesetzt hat, hilft ebenfalls mit. Wichtig sei, die Räder möglichst platzsparend im Container zu stapeln. Die Lenker würden umgestellt, die Pedalen abmontiert. In drei Schichten liegen sie drinnen, die größten Räder zu unterst.

Ebenso mit dabei ist Richard Becker aus Villingen. Bei einer vorherigen Containerbeladung hat der Hobbyradler selber Räder vorbeigebracht – und war begeistert von Ewald Baumanns unermüdlichem Engagement. "Wer sich so einsetzt, den kann man nicht alleine hängen lassen", betont Maier – und ist seither zum Verladen vor Ort.

Doch alle wissen: Mit diesem Container ist es noch lange nicht getan, um die Lagerhalle leerzubekommen. Ein weiterer Container ist noch in Aussicht, dann mit Rädern für Burkina Faso, berichtet Ewald Baumann. Während er für Burundi, wo es hügelig ist – die "Schweiz von Afrika", so der Schwenninger – sogenannte Kettenschaltungsräder aussortiert hat, sollen es für Burkina Faso Dreigang-Nabenschaltungsräder sein. "Dort ist es flacher."

Beharrlichkeit ist Ewald Baumanns Stärke. Und so hofft er, auch in Zukunft weiterhin gebrauchte Gegenstände sammeln, bearbeiten und verladen zu können.

Weitere Informationen: Ewald Baumann und sein Team freuen sich am Samstag, 17. August, zwischen 14 und 18 Uhr über weitere Spenden für den Container nach Burundi. Fahrräder können jedoch aufgrund des Platzmangels nicht mehr angenommen werden. Der Standort ist in der Lichtensteinstraße zwischen der Firma Haller und Gabele und dem Fachmarkt Sanitär Heizung.

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