Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Neuer Wohnraum auf dem alten Tonhallen-Areal?

Von
So sieht das bevorzugte Konzept für das Areal aus. Foto: S&P Commercial Development GmbH

Villingen-Schwenningen - 20 Jahre nach dem Abriss der alten Tonhalle liegen für die Nutzung des Areals zwei neue Konzepte vor. Der Gemeinderat wird diese am Mittwoch unter die Lupe nehmen - die Stadt hat aber bereits einen (knappen) Favoriten erkoren.

Die Suche nach Investoren für das Areal der alten Tonhalle ist beendet - nun geht es an’s Eingemachte. Der Stadt liegen zwei Konzepte von Investoren vor, die die 3200 Quadratmeter große Fläche, auf der auch noch ein Neubau des Amtsgerichts realisiert werden soll, bebauen möchten.

Das Vorhaben

Nach missglückten Versuchen, das Areal zu bebauen, hat die Stadt im Jahr 2018 einen neuen Anlauf gestartet. Als Wunsch der Stadt wurde geäußert, dass zur Stärkung der Innenstadt eine Lebensmittelnahversorgung, vorzugsweise ein Biomarkt, sowie ein Hotel mit Gastronomie realisiert werden soll. Mit Hilfe eines Interessenerkundungsverfahrens wurden Investoren gesucht, die auf dem Gelände bauen möchten.

Von den bis Mai 2019 eingegangenen 14 Bewerbungen wurden acht Bewerber für die nächste Stufe, das Fachgremium, zugelassen. In diesem Gremium erläuterten die acht Interessenten ihre Konzepte. Das Gremium entschied schließlich, dass die Entwürfe der Bewerber S&P Commercial Development GmbH und TenBrinke Baden-Württemberg GmbH dem Gemeinderat zur abschließenden Entscheidung vorgestellt werden sollten. Dies ist nun für die Sitzung am Mittwoch geplant.

Die Konzepte

Als Favorit der Stadt hat sich das Konzept von S&P Commercial Development herauskristallisiert (siehe Bild - Sicht auf die Einfahrt Kaiserring). Der Investor möchte neben einem Hotel mit Bistro (Ibis Styles mit 140 Zimmer), einem Lebensmittelmarkt (Edeka) und einem Drogeriemarkt (dm) auch 36 Wohneinheiten realisieren. Eine Idee, die von der Stadt aufgrund der zusätzlichen Belebung als positiv angesehen wird. Entstehen soll darüber hinaus eine Tiefgarage und ein Vorplatz am Kaiserring. Gelobt wird außerdem das urbane Erscheinungsbild und die hohe architektonische Gestaltungsqualität. Jedoch konnte der Bewerber keine Biomarktzusage vorweisen. Die beide Gebäudekomplexe sollen durch eine Flaniermeile getrennt werden. Erhebliche Mängel sieht die Stadt lediglich beim Verkehrskonzept, hier gilt es offenbar nachzubessern.

TenBrinke verzichtet hingegen auf Wohnflächen und bietet stattdessen neben einem Lebensmittelmarkt (Edeka oder Rewe), einem Hotel (möglicherweise Hampton by Hilton mit 126 Zimmern) und einem Biomarkt (Denn’s) auch Flächen für Dienstleistungen und Büros in Kombination mit dem geplanten Amtsgericht. Allerdings sieht die Stadt bei dem Konzept nur eine geringe architektonische Gestaltungsqualität und auch Abstriche bei der Gestaltung des öffentlichen Raums. Geplant sind neben einer Tiefgarage auch Platzgestaltungen am Kaiserring und zur Brigach. Jedoch gibt es auch hier beim Verkehrskonzept noch Nachbesserungsbedarf.

Grundsätzlich sieht die Stadt Schwierigkeiten beim Ein- und Ausfahren aus der neuen Tiefgarage am Kaiserring und dem gewünschten linksausfahrenden Verkehr, der Beeinflussung des Linienverkehrs, des vorhandenen Radwegs, der Bushaltestelle an der Bertholdstraße sowie der Lieferverkehrs für die Märkte und das Hotel. Der Kaufpreis beträgt etwa zwei Millionen Euro.

Wie geht es weiter?

Der Gemeinderat soll sich in der Sitzung am Mittwoch für ein Konzept entschieden - die Stadtverwaltung schlägt, da er in der Bewertung des Stadtplanungsamtes vorne liegt, den Entwurf von S&P Commercial Development vor. Anschließend soll die Verwaltung damit beauftragt werden, mit dem Investor einen Kaufvertrag zur Beschlussfassung für den Gemeinderat vorzubereiten. Im Anschluss gehe es darum, Planungsrecht zu schaffen - denn mit dem aktuellen Bebauungsplan sei das Vorhaben gar nicht umsetzbar, wie die Stadt erklärt. Demnach müsste ein neuer Bebauungsplan in die Wege geleitet werden. Der Kaufpreis ist nach Angaben der Verwaltung erst mit Rechtskraft des Bebauungsplans zur Zahlung fällig. Die Stadt rechnet damit, dass hierfür anderthalb bis zwei Jahre benötigt werden. Das heißt mit dem Bau auf dem Areal könnte frühestens Ende 2021 gerechnet werden.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.