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Villingen-Schwenningen Neue Saison – neue Möglichkeiten?

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Das Becken im Sonnenbädle wird an diesem Wochenende aus dem Winterschlaf geholt. Fotos: Kratt Foto: Schwarzwälder Bote

Es ist der Geheimtipp für jeden Schwenninger, der im Sommer Erholung und Erfrischung abseits vom Massentrubel sucht: das Sonnenbädle im Gürgele. Allmählich wird es aus dem Winter- aber auch aus dem Dornröschenschlaf geholt.

VS-Schwenningen. Ganz hinten im Gürgele, wo nur ein kleines Hinweisschild zum Sonnenbädle zeigt, riecht es nach frisch gemähtem Gras. Uwe Schondelmaier, Vorsitzender der Abteilung Sonnenbädle, die dem Naturheilverein untergeordnet ist, sitzt auf seinem Mulchgerät und fährt den vorderen, sichtbaren Bereich der Grünfläche ab.

Das gesamte Gelände hat rund 30 000 Quadratmeter. "Da braucht man mit einem Rasenmäher zehn bis zwölf Stunden", macht Schondelmaier, der die Abteilung seit 2017 leitet, die Größe deutlich. Unverkennbar ist zudem der große Container im Eingangsbereich, der voll von Gerümpel ist. "Wir sind derzeit kräftig am Ausmisten", berichtet Martin Vögele, der dem Verein seit einigen Monaten unter die Arme greift.

An diesem Wochenende steht der Arbeitsdienst für die Mitglieder an. Das heißt, dass das Naherholungsgebiet der alljährlichen Verschönerungskur unterzogen wird, um es startklar für die Saison zu machen. Dabei steht aber auch viel Technisches auf dem Programm, wie Schondelmaier berichtet: Das Becken, das Herzstück des Bädles, das bisher noch mit einer Plane abgedeckt ist, werde zunächst überprüft. "Vermutlich hat es ein Leck, denn es hat im vergangenen Sommer mehr Wasser verloren als sonst."

Zudem müsse der Schacht mit dem Wasserzulauf überprüft werden, danach könne das Wasser durch das Rohr eingelassen werden. Rund 54 Kubikliter passen hinein. Unter der Rutsche, die 2014 erneuert wurde, befinden sich Wasserfilter und Dosieranlage für das Chlor. Bevor im Becken die ersten Kinder herumplantschen werden, müsse die Anlage von einem Fachmann kalibriert, das Wasser mindestens eine Woche laufen und beprobt werden, sagt der Vorsitzende.

Zudem müssen die beliebten Spielgeräte – Schaukel, Wippe, Klettergerüst und Reckstange –, die teilweise von 1963 sind und einen nostalgischen Charme versprühen, überprüft und aufgestellt werden.

Apropos nostalgisch: Auch das denkmalgeschützte Vereinsheim von 1934, in dem der Kiosk mit Pizza-, Pommes-, oder Eisverkauf untergebracht ist, wird derzeit von Martin Vögele auf Vordermann gebracht. Denn hier sei zahlreicher Unrat gelagert worden, der so manch ein Relikt aus früherer Sonnenbädle-Zeit wieder zum Vorschein gebracht hat, berichtet er und zeigt in einem gekachelten Raum auf die alte Duschvorrichtung und einen Münzzähler von anno dazumal.

Auch hinter dem Gebäude versucht Vögele Ordnung in das bisherige Abfall-Chaos zu bringen. Holzbretter, Schaumstoffmatratzen oder alte Türen sind da zu finden. "Es wurde jahrelang nichts gemacht." Wer sich den Weg durch das Gestrüpp bahnt, bekommt eine leichte Ahnung davon, dass auch hier einmal eine Liegefläche für Sonnenanbeter gewesen ist – und vielleicht irgendwann auch wieder sein wird.

Doch das hängt von den personellen Ressourcen des Vereins ab. "Priorität ist, dass wir den Betrieb im Sonnenbädle aufrechterhalten", betont Uwe Schondelmaier. 70 Mitglieder hat die Abteilung, davon helfen rund 20 aktiv mit. Und die sind für die Öffnung von Bad und Kiosk unentbehrlich. "Personell ist es jedes Jahr ein Kampf aufs Neue", so der Vorsitzende. Hatte es doch immer wieder personelle Umbrüche gegeben, erst im vergangenen Sommer hatte ein Vorstandsmitglied überraschend seinen Posten aufgegeben. "Es gab immer Rückschläge, aber wir haben es hinbekommen und sind mittlerweile gut aufgestellt", ist Schondelmaier positiv gestimmt.

Denn dass das Naherholungsgebiet im Gürgele immer beliebter bei Familien aus der Umgebung wird, das sei unverkennbar. Mittlerweile spreche es sich viel herum. So kann die Grünfläche auch für größere Gruppen genutzt werden. Mehrere Buchungen, unter anderem von der Gartenschule, für einen runden Geburtstag oder ein Sommerfest, seien für diesen Sommer bereits eingegangen.

Allen personellen Sorgen und dem Vorbereitungsstress zum Trotz sagt Uwe Schondelmaier: "Wenn die Kinder kommen, ihr Eis essen und einfach glücklich sind, ist alles andere vergessen."

Weitere Informationen: Das Sonnenbädle, Gürgele 1, ist bei gutem Wetter von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Für Mitglieder ist der Eintritt kostenlos, andere Besucher zahlen zwei, Kinder einen Euro. Am Samstag, 27. Juli, findet das Sommerfest statt.

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