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Villingen-Schwenningen Neubau des Schulverbunds am Deutenberg nicht realisierbar

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Das Gebäude des Schulverbunds am Deutenberg soll aufgrund der Finanzlage der Stadt nun schrittweise saniert werden. Foto: Moser

Das Gebäude des Schulverbunds am Deutenberg in Villingen-Schwenningen muss dringend saniert werden. Doch das soll aufgrund der finanziellen Situation der Stadt nur noch abschnittsweise geschehen. Eine Generalsanierung oder gar ein Neubau sind laut Stadtverwaltung nicht realisierbar.

Villingen-Schwenningen - Die Entwicklung des Schulverbunds am Deutenberg ist für Schulleiter Bernd Ellinger ein Schlag in die Magengrube. Während in den vergangenen Jahren bei dem sanierungsbedürftigen Gebäude stets die Abwägung "Generalsanierung oder Neubau" diskutiert wurde, soll es nun nur noch eine Modernisierung in Abschnitten werden, wie aus der Sitzungsvorlage für den Technischen Ausschuss hervorgeht.

Darin heißt es: "Mit dem Abschluss der umfänglichen Sanierungsarbeiten des Gymnasiums am Deutenberg rückt die Generalsanierung der Gebäude des Schulverbundes wieder in den Fokus der Verwaltung. Diese hat sich unter Federführung des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport mit den städtischen Ämtern Gebäudewirtschaft und Hochbau, Baurechtsamt und Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz mit der Thematik erneut vor allem vor dem Hintergrund der gesamtstädtischen Finanzlage intensiv und in alle Richtungen prüfend befasst."

Bestandsgebäude soll ertüchtigt werden

Diese Sätze lassen schon darauf schließen, was im nächsten Absatz des Sitzungspapiers ausformuliert ist: "In enger Abstimmung mit dem Oberbürgermeister wurden dabei ganz gezielt auch Lösungswege geprüft, die eine Weiterführung der Schulanlage Schulverbund am Deutenberg im Bestandsgebäude jenseits einer Generalsanierung ermöglichen könnten." Ziel sei es, mit "begrenzten Maßnahmen" den Schulbetrieb im Bestandsgebäude für die kommenden zehn bis 15 Jahre sicherzustellen.

Der "Masterplan", wie es in der Vorlage heißt, sieht also eine Sanierung des Schulgebäudes im laufenden Betrieb mit Teilauslagerung der Schüler im Bedarfsfall vor. Hierzu, so der Plan der Stadtverwaltung, könnten das Gebäude Hallerhöhe und die gekauften Container, in denen die Gymnasiasten während der Sanierung untergebracht waren, dienen.

In erster Linie stehen "dringend erforderliche" Brandschutzmaßnahmen im Fokus der Modernisierung. Aufgrund der Gebäudestruktur seien Trennwände und Türen notwendig, um Brandabschnitte in dem bislang offenen Gebäude zu schaffen. Außerdem müssen eine Funk-Brandschutzwarnanlage und eine moderne elektrische Lautsprecheranlage (ELA) installiert werden sowie ein Notfall- und Gefahrenabwehrsystem. Erst in der Folge soll "eine moderate Modernisierung der Schulanlage" erfolgen.

Schulleiter Bernd Ellinger sieht allerdings einen Haken, der ihm nicht nur Bauchschmerzen bereitet, sondern ihn richtig verärgert: "Im Beschlussantrag wird deutlich, dass der Kostenrahmen mit maximal fünf Millionen Euro gedeckelt werden soll. Das heißt bei der Vorgehensweise für mich: Wir machen das alles, was notwendig ist, und wenn dann noch Geld übrig ist, machen wir weiter."

Finanzmittel sind auf drei Haushaltsjahre verteilt

Noch mehr ärgert er sich darüber, dass den Verantwortlichen der Schule bei einem Treffen am 10. November vonseiten der Stadt das alles ganz anders verkauft worden sein soll. "Die Brandschutzmaßnahmen wurden uns als ein erster Schritt erklärt. Das, was nun aber schriftlich als Beschlussantrag formuliert wurde, hört sich überhaupt nicht nach einem ersten Schritt an", kritisiert Ellinger. Wenn der Kostenrahmen ausgeschöpft sei, so befürchtet er, sei die Sanierung an dem Punkt abgeschlossen, wo das Geld ausgegangen ist.

Ellinger verstehe, dass sie aufgrund der Finanzsituation und auch durch die Corona-Krise mit etwas anderem rechnen mussten als bislang diskutiert wurde. "Das war mir schon klar." Deshalb hätte er das, was ihm mündlich vorgestellt wurde, akzeptiert – wenn auch zähneknirschend. "Aber diese Planung macht mich fassungslos", sagt Ellinger.

Die Finanzmittel sollen auf die Haushaltsjahre 2020 bis 2022 verteilt werden. Während die Installation der Funk-Brandschutzwarnanlage noch in diesem Haushaltsjahr erfolgen soll, steht der Zeitplan der weiteren Maßnahmen noch nicht fest. Der Technische Ausschuss tagt am Dienstag, 1. Dezember, ab 17.30 Uhr in der Neuen Tonhalle in Villingen. Dieses städtische Gremium und auch der Verwaltungs- und Kulturausschuss (Mittwoch, 2. Dezember) werden das Thema vorberaten, eine Entscheidung soll dann der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember, fällen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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