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Villingen-Schwenningen Nach "The Taste": Luisa Zerbo hat viel zu tun

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Luisa Zerbo kombiniert gerne ungewöhnliche Geschmacksrichtungen. Foto: Parage

VS-Schwenningen - Gut ein Jahr nach ihrer Teilnahme an der Koch-Show "The Taste" hat Luisa Zerbo alle Hände voll zu tun. Beim Alltag in ihrem Café und beim Vorantreiben ihrer Ideen für gutes Essen.

Rhabarbertörtchen mit Baiser, Estragon und Erdbeeren: "Geschmack ist mir sehr wichtig", sagt Luisa Zerbo, die zahlreiche dieser kleinen Köstlichkeiten vor sich auf der Arbeitsfläche hat. "Der Estragon macht was mit den Erdbeeren – auf der Zunge", beschreibt sie. Deshalb sind die Törtchen auch so typisch Luisa. Sie will, dass ihre Kunden ein Geschmackserlebnis haben.

Mit ihren Koch- und Backkünsten schaffte es die Schwenningerin Ende 2017 ins Finale der TV-Sendung "The Taste". Und das, obwohl sie keine Ausbildung als Köchin absolviert hat. Stattdessen studierte Zerbo Modedesign in Reutlingen. Den Branchenwechsel hat sie nie bereut, auch wenn die Gastronomie harte Arbeit ist.

Seit Oktober 2017 betreibt Luisa Zerbo das Café "So schmeckt Liebe" im Restaurant ihres Vaters, dem "Da Gino". Das bedeutet vor allem eines: lange Arbeitstage. Ab 7 Uhr steht sie in der Küche. Erst zum Backen, dann zum Anrichten der Mittagsgerichte. Danach backt sie weiter oder macht die Buchhaltung und hilft an manchen Abenden wieder im "Da Gino".

Daneben hat sie im Oktober das Kochbuch "So schmeckt Liebe. Gesundes Soulfood, das dich glücklich macht" veröffentlicht. Im kommenden Herbst sollen noch ein Backbuch und ein Kinderkochbuch erscheinen. "Da freu’ ich mich schon sehr drauf", sagt Luisa Zerbo. Ebenfalls im Oktober legte die Schwenningerin in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer eine Prüfung ab – quasi für Quereinsteiger im Konditorhandwerk. Nun darf sie auch offiziell ihre Kuchen verkaufen. Was eigentlich nicht erlaubt ist – das weiß Luisa Zerbo aber nur, weil ein Schwenninger Konditormeister sie bei der Kammer angezeigt hatte. Wäre er einfach direkt zu ihr gekommen, dann wäre sie für diese Information dankbar gewesen, sagt die junge Frau.

Wir haben Luisa Zerbo während ihrer Teilnahme bei "The Taste" besucht:

Die Teilnahme an "The Taste" wirkt nach, allerdings zeigt die 29-Jährige auch viel Eigeninitiative, wenn es darum geht, neue Projekte anzupacken. So bloggt sie bei Instagram, hat auf der Plattform inzwischen weit über 7600 Abonnenten. Hätte sie mehr Zeit, meint Zerbo, wäre sie im Internet noch präsenter, etwa mit einem eigenen Youtube-Kanal. Und sie könnte doch einmal einen Auftrag als Curvy Model, also kurviges Modell, annehmen. Dies ist bisher trotz Vertrags immer mangels freien Terminen gescheitert. Über die sozialen Medien kommt Luisa Zerbo auch in Kontakt mit renommierten Köchen oder hält die Verbindung zu Bekannten aus "The Taste"-Zeiten. "Ich hab ein paar Sterne an der Hand", sagt sie scherzend.

Offenheit für Neues fehlt in Schwenningen oft

Doch auch fürs reale Leben hat Luisa Zerbo viele Ideen. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es auch durch: "Ich weiß, dass ich was Großes will", sagt sie. Der Platz für ihr Café im Wintergarten des "Da Gino" ist indes beschränkt. Momentan sei das in Ordnung. Irgendwann allerdings will Zerbo mehr. "Es ist was in Planung", erzählt sie. "Aber das Huhn gackert erst, wenn es gelegt hat." Konkret will die 29-Jährige nicht werden, lediglich: Bei der Kombination Restaurant und Café soll es bleiben. Anders ist es beim Standort und mit ihren Vorstellungen von Genuss.

"Wertschätzung ist mir sehr, sehr wichtig", erklärt die Schwenningerin. Die bringe sie ihren Mitarbeitern und ihrem Gebäck entgegen. Und die wünscht sie sich von ihren Kunden. In ihrer Heimatstadt hat sie es damit allerdings oft schwer. Das gastronomische Angebot sei relativ eingeschränkt, gleichzeitig habe sie die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen nicht bereit seien, für gutes Essen auch einmal etwas mehr auszugeben. Zudem fehle die Offenheit, sich auf Neues einzulassen.

In diesem Zusammenhang erlebt sie die Kehrseiten des Internets. Etwa, wenn einer einen negativen Kommentar zum Essen im "Da Gino" bei Tripadvisor, einer Plattform für Erfahrungsberichte, postet, dann aber ein Foto von einem Teller daneben stellt, der überhaupt nicht dort aufgetischt wurde. Als Gastronom habe man da keine Chance. Dabei sagt Zerbo, dürfen ihr Gäste sehr gerne sagen, was sie stört – aber bitte direkt. "Im Kritisieren sind die Menschen brutal schnell, im Komplimente-Machen nicht so." Doch das bremst Zerbos Kreativität nicht: im Gegenteil. Sie denkt an so etwas wie eine Essschule, in der die Gäste lernen, auf den Geschmack zu achten. Nicht nur beim Selberkochen, sondern auch beim Speisen. Eigentlich wünscht sie sich ein Handyverbot im Restaurant und mindestens zwei Stunden Aufenthalt – damit eine Mahlzeit wieder die Zeit und Wertschätzung bekommt, die sie verdient. Auf einem Fragebogen würde Zerbo dann wissen wollen, was ihre Gäste beim Essen schmecken.

Ein bisschen von ihrer Philosophie gibt die 29-Jährige schon heute bei Kochkursen und Showcooking, also Kochen vor Publikum etwa auf Messen, weiter. Auch in diesem Jahr stehen solche Termine wieder in Luisa Zerbos Kalender. Sie ist eben viel unterwegs – immer in Sachen besser Essen.

Weitere Informationen: www.soschmecktliebe.de; unter diesem Titel ist Luisa Zerbo auch auf Facebook und bei Instagram zu finden.

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