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Villingen-Schwenningen Nach Limba-Rauswurf: Ex-Chef redet Klartext

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Über das Limba in der Villinger Schlösslegasse wird derzeit viel diskutiert. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - "Es ist wie Liebeskummer, als ob ich aus der Luft abgeschossen wurde, ich und meine Mitarbeiter." Nach vier Wochen bricht Bernhard Zipfel sein Schweigen und spricht über seinen Limba-Rausschmiss. Auch wenn es verdammt weh tut, schließt er mit seiner Zeit in der Kult-Kneipe ab. Und plant den Neuanfang.

Hinter Bernhard Zipfel liegt eine bittere Fasnetszeit. Statt wie gehabt in seinem Limba hinter der Theke zu stehen, bleibt er zu Hause. Wie bereits mehrfach berichtet, sorgte der überraschende Wechsel im Kult-Café Limba und Zipfels Rausschmiss für Entrüstung und Wut, nicht nur bei Stammgästen.

Die Nachricht schießt wie ein Blitz durchs Netz und sorgt für ein großes Donnerwetter in der Szene. Während völlig überraschend das Aus von Limba-Geschäftsführer Bernhard Zipfel verkündet wird und Mario Puggioni, kein Unbekannter in der Schlösslegasse in Villingen, (erneut) in der Kultur-Kneipe einsteigt, überschlagen sich die Kommentare im Netz. Immer wieder tauchen Fragen nach den Hintergründen für den Rausschmiss auf und damit auch die nach der Zukunft des Limba. Pächter Franz Hochreiner begründet den Wechsel hinter der Theke eher verschlüsselt: Es habe "diverse Auffassungen im Kompetenzbereich" gegeben, später spricht er dann doch von Zwistigkeiten.

Klage gegen Kündigung

Nun möchte auch Bernhard Zipfel nicht weiter im Zentrum von "teils wilden" Spekulationen stehen. "Es ist für mich mal an der Zeit, öffentlich Stellung zu nehmen." Vier Wochen liegen hinter ihm und damit "ein Wellental der Gefühle" und Wochen, "an denen ich jede Stunde und jeden Tag etwas anderes hätte schreiben können, vor Wut, vor Hoffnung, vor Trauer." Genau schildert Zipfel erst schriftlich, dann im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten die Vorgänge um den Rauswurf. Mitte Januar sei er zu Dienstbeginn vor ausgewechselten Türschlössern gestanden. Pächter Franz Hochreiner habe geöffnet "und hielt mir die (unbegründete!) fristlose Kündigung vor die Nase, inklusive einem Hausverbot." Er habe mitgeteilt, dass er neben seiner Funktion als alleiniger Gesellschafter der Café Limba UG auch noch Geschäftsführer sei, das Limba bleibe nun eine Weile zu und werde renoviert. "Wir hatten seit Sommer 2017 einen Disput, nachdem ich ihm in den Ferien begründet untersagt hatte, hinter der Limba-Theke zu arbeiten." Der Anfang vom Ende: Im September 2017 habe ihm Hochreiner die Grundlagen der seit 2011 bestehenden Zusammenarbeit aufgekündigt, "so dass auch ich mich gezwungen sah, zum Anwalt zu gehen."

Pächter Franz Hochreiner schüttelt über diese Sicht der Dinge nur den Kopf. Kurz vor der Abreise ins Fränkische äußert auch er sich im Limba persönlich zu dem Wechsel. Überraschend sei das alles nicht gekommen: "So etwas kommt doch nicht von heute auf morgen. Da sind schon einige Dinge im Vorfeld gelaufen." Mehr nicht. "Über Betriebsinterna möchte ich nicht sprechen." Nur soviel: "Wenn Gründe vorliegen, dann kann ich den Geschäftsführer sofort abberufen", ergänzt er. Die Türschlösser, kontert er weiter, habe er nicht umsonst ausgewechselt: "Ich hatte nicht mal einen Schlüssel für meinen eigenen Betrieb und damit keinen Zugang zu einem Gebäude, das ich gepachtet habe." Für eine neue Zweisamkeit zwischen Zipfel und ihm sieht Hochreiner deshalb keine Basis mehr. Dem Limba-Team habe er aber Perspektiven gegeben: "Wir haben allen angeboten, dass sie weiterarbeiten können." Doch die früheren Mitarbeiter stehen solidarisch zu ihrem Ex-Chef. Nun sollen neue Leute im Lokal arbeiten; ab Frühling will Puggioni neu starten und Bands in die Kultkneipe holen.

Kulturkneipe im Kopf

Wie sieht Bernhard Zipfel seine Zukunft? Gegen die fristlose Kündigung werde er vorgehen. Klage sei eingereicht: "Meine Existenz lasse ich mir nicht zerstören. Wir sind dabei, einen Kulturverein zu gründen." Nun suche man eine geeignete Location: Tagescafé oder Kultkneipe: Noch ist er für alles offen. Nur: "Eine Limba-Kopie wird es nicht geben." Solidarität bekommt er nicht nur von seinen Gästen und Mitarbeitern, sondern auch von den Musikern, die ins Limba kamen: "Die treten dort auch nicht mehr auf", sagt Zipfel.

 
 

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