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Villingen-Schwenningen Nach Kirschkernmännchen Postkunststückchen

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Der Villinger Künstler Michael Heinzmann hat sich mit seinen Kirschkernköpfen in der Region einen Namen gemacht – jetzt hat er auch die Malerei für sich entdeckt. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen (bn). Es gibt Neues von der Kirschkernkopf-Front: Michael Heinzmann, Erfinder der kleinen Drahtmännchen mit einem Kirschkern als Kopf, macht jetzt in Malerei. Bunt geht es zu bei seinen wenige Quadratzentimeter großen Bildern, die es als "Postkunststückchen" auf die Berliner Kunstplattform "Mailetti" im Internet geschafft haben.

Das Prinzip der Macher ist originell: Künstler aus ganz Deutschland stellen ihre zehn auf zehn Zentimeter großen Werke ein, der Kunde wählt aus, einen passenden Rahmen dazu und gibt einen Geschenkversand samt Grußbotschaft in Auftrag.

Heinzmann freut sich, dass seine Bewerbung, bestehend aus drei Bildern, positiv entschieden wurde. Ein, zwei, oder auch mehr Acrylfarbkleckse auf satiniertem Papier verzieht der Künstler mit einem Spachtel und lässt das Ergebnis auf sich wirken. Was sieht er? Einen Paradiesvogel, einen Stierkämpfer oder ein Nashorn? "Manches Bild muss ich erst liegenlassen, bis ich darin etwas sehe und das dann mit wenigen Strichen akzentuiere", erklärt er seine Vorgehensweise.

Jedes seiner Bilder ist ein Unikat – unwiederholbar. Es sei denn, man druckt es auf edel gebürstetes Aluminium, rahmt es, oder lässt es an der Wand "schweben".

Ideen hat der 38-Jährige mit eigenem Kunstatelier reichlich. "Nur nicht genug Zeit, sie alle umzusetzen", lacht der gelernte Kachelofenbauer. Sein Alleinstellungsmerkmal in einer für ihn wachsenden Kunstszene bleiben die Kirschkernfiguren. Inzwischen werden die Arbeiten mit den filigranen Kerlchen immer größer. Mit Hilfe von im Internet ersteigerten Treibholz – "Sie glauben nicht, was es da für einen großen Markt gibt" – gestaltet er maritime Szenen mit ihnen. Etwa das U-Boot Yellow Submarine, aus dem die ­Matrosen in Kirschkerngröße samt Zigarre rauchendem Kapitän lugen. Oder der Segler, der unter einer vom Bild abnehmbaren Keramiksonne dahingleitet.

Holz und Metall haben Heinzmann auch zu einer weiteren Kunstidee gebracht. In einen verwitterten und mit Feuer geschwärzten Holzklotz schlägt er unzählige Nägel zu einem Motiv ein. Daraus fertigt er mehrere Scha­blonen, die, mehrfarbig übereinandergelegt, zu einem 3-D-Bild auf Hochglanzpapier werden. Nach Hamburg und in die Schweiz hat er schon Exemplare verkauft.

Heinzmann träumt davon, einmal von seiner Kunst gut leben zu können. Allerdings ist er auch realistisch genug, um sich davor Zwischenziele zu setzen. Bis zu 15 Kunstmärkte will er in diesem Jahr besuchen, zu den meisten ist er bereits eingeladen worden. Außerdem möchte er regional ausstellen und versuchen, in den Kreis des Kunstvereins VS vorzudringen.

 
 

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