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Villingen-Schwenningen Nach Ekel-Alarm: Trattoria-Chef erklärt sich

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"Es tut mir leid, dass so etwas passiert ist", sagt Stefanelli. Foto: (nk)

Villingen-Schwenningen - "Es gibt genug schwarze Schafe. Aber wir gehören nicht dazu", betont Giuliano Stefanelli. Er steht in der Küche des Trattoria Il Pirata im Villinger Friedengrund. Dort haben Lebensmittelkontrolleure Anfang des Jahres zum Teil erhebliche hygienische Mängel festgestellt.  

"Am Tag der Kontrolle war ein Tennisturnier und wir hatten einen Schaden im Dach mit Wasser, das alles dreckig machte", erklärt der 63-Jährige. Seine Frau Violetta und er pachten das Lokal bereits seit 1991. 28 Jahre, in denen nie Hygienemängel beanstandet wurden, beteuert er. Bis jetzt. 

"Es tut mir leid, dass so etwas passiert ist", sagt Stefanelli. "Ich hätte wahrscheinlich die Küche zumachen sollen. Aber ich kann ja nicht einfach zumachen, wenn ein Tennisturnier mit 60 Leuten ist. Da musste ich weitermachen", rechtfertigt er sich. 

Der Villinger geht ferner auf konkrete Beanstandungen ein:

Schimmliges Gemüse: "Bei der Petersilie merkt man erst, wenn man die Packung aufmacht, ob das schimmelt oder nicht. Beim Blattsalat ist es noch schlimmer." Das Gemüse werde erst bei der Zubereitung aussortiert und nicht bereits bei der Lagerung.

Verdorbenes Frittierfett: "Das Fritierfett war 24 Stunden an über Nacht. Das haben wir vergessen. Das war nicht gut."

Verschmutzte Schankanlage: Dass er die Zapfhhäne jeden Tag reinigen müsse, habe er nicht gewusst. Das habe er geändert, so Stefanelli. Ansonsten werde die Anlage alle zwei Wochen von einer externen Firma gereinigt. 

Verunreinigte Kaffeemühle: Hier sei Kaffeepulver, das beim Mahlen entstehe, als "Dreck" bewertet worden. Dieses Pulver werde alle zwei, drei Tage entfernt.

Darüber hinaus verspricht Koch Stefanelli seinen Gästen: "Ich koche immer frisch."

Noch kein Statement wollte der Betreiber des asiatischen Restaurants in der Villinger Straße abgeben. Auch dort waren Verunreinigungen bemängelt worden.

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