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Villingen-Schwenningen Mystische Stimmung im Mondlicht

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Die Fußpilger der Seelsorgeeinheit Villingen auf ihrem Weg auf den Dreifaltigkeitsberg. Foto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder Bote

Seit 1763 wird ein Gelübde, das die Villinger Bürger nach einer überstandenen Viehseuche ablegten wieder eingelöst.

VS-Villingen. Villingen, eine Ackerbürgerschaft hatte vielen Bedrohungen und Belagerungen erfolgreich widerstanden.

Der Viehbestand in den Bürgerhäusern war das Grundkapital und wurde entsprechend wertgeschätzt.

Die Seuche, ausgelöst durch unzureichende hygienische Verhältnisse, war von existenzieller Bedeutung. Um so dankbarer waren die Bürger, als die Katastrophe überwunden war. Konrad Flöß gab diese Einführung an 25 Fußpilger weiter, die nach dem Dreifaltigkeitssonntag morgens um 1.30 Uhr ihren Weg aufnahmen. Dekan Josef Fischer schickte die Pilger nach dem Segen und den besten Wünschen auf den Weg in die Nacht. Bei prächtigen Bedingungen – Vollmond, eine sternenklare Nacht und kühle Temperaturen – ging es los.

Vor allem die Teilnehmer, die zum ersten Mal auf den Dreifaltigkeitsberg pilgerten, waren von der mystischen Stimmung im Schwenninger Moos angetan. Aufsteigender Nebel aus den Gewässern, die Schemen abgestorbener Bäume, quakende Frösche und das Ganze vom Mondlicht beleuchtet – ein faszinierendes Bild bot sich den Pilgern. Mit frischen Butterbrezeln, Hefezopf und dampfendem Kaffee wurde die Pilgergruppe im katholischen Gemeindehaus in Weigheim von engagierten Frühaufstehern verwöhnt. Danach ging es weiter, vorbei an der erwachenden Natur, Richtung Spaichingen und dann dem Ziel Dreifaltigkeitsberg entgegen.

An drei Wegkreuzen wurde innegehalten. Konrad Flöß trug besinnliche Texte vor, und stimmungsvolle Lider rundeten die Andachten ab. Beim Festgottesdienst mit Dekan Fisch in der Wallfahrtskirche wurde von Festprediger Pater Alois auf die Darstellungen des Feuchtmayer-Altars eingegangen und deren Bedeutung herausgestellt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fuhren die Pilger zurück. Organisiert und unterstützt wurde die Wallfahrt vom Geschichts- und Heimatverein Villingen, sowie von der katholischen Seelsorgeeinheit Villingen.

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