Umgestaltung der Schwenninger Fußgängerzone ist Thema der ersten Schwarzwälder Bote-Umfrage
Von Mareike Bloss
VS-Schwenningen. Mit Fortsetzung der Baumaßnahmen für die Innenstadt-sanierung wird sie wieder aufkommen: die Diskussion um eine mögliche Standortversetzung des Muslenbrunnens.
Der Schwarzwälder Bote hat das Thema rund um die Umgestaltung der Schwenninger Fußgängerzone in einer – nicht repräsentativen – Umfrage aufgegriffen. 166 Schwenninger Bürger haben ihre Meinung zur Zukunft des Muslenplatzes abgegeben. Dabei wünschen sich 57 Prozent der Befragten, dass der Brunnen, der in den 80er-Jahren vom Künstler Axel F. Otterbach errichtet wurde, seinen jetzigen Platz beibehält.
Mögliche alternative Standorte finden bei den Bürgern nur wenig Anklang: Die Variante, den Brunnen im Mauthe-Park neu aufzubauen, heißen nur rund 13 Prozent gut, ihn auf den kleinen Muslenplatz vor dem City-Rondell zu errichten, befürworten sogar nur etwa vier Prozent.
Die Neugestaltung des Muslenplatzes bildet einen Teil des zweiten Bauabschnitts der Innenstadtsanierung, der im April dem Gemeinderat zum Beschluss und zur Projektausschreibung vorgelegt wird. Voraussichtlich kann dann im Frühsommer mit den Baumaßnahmen zwischen kleinem und großem Muslenplatz begonnen werden. Im vergangenen Herbst war ein Workshop vorangegangen, bei dem die Schwenninger Bürger unter anderem ihre Wünsche und Bedenken zum Brunnenstandort einbringen konnten.
Trotz einiger Diskussionspunkte hatte sich der Bürgerworkshop sogar letztendlich für eine Brunnenversetzung ausgesprochen. Bedenken hatte es zum Beispiel wegen der sogenannten Brunnenstube – die aufwändige Wassertechnik, die unter dem Brunnen liegt und bei einer Versetzung abgebaut werden müsste – gegeben.
Uwe Schlenker, zuständiger Architekt der Schwenninger Innenstadtsanierung, der eine Brunnenversetzung befürwortet: "Die Brunnentechnik ist über 20 Jahre alt. Es müssten grundsätzlich Überlegungen für eine Erneuerung angestellt werden." Zudem sehe der Architekt keine Probleme bei einem möglichen Brunnenaufbau auf dem kleinen Muslenplatz: Hier sei sowieso ein Wasserspiel für Kinder geplant, das einer neuen Wassertechnik bedarf. Zudem bestehe bereits eine Travostation, die die Stromversorgung für die wöchentlichen Marktstände gewährleiste.
Die telefonische Umfrage zielte außerdem auf allgemeine Fragen zur Schwenninger Innenstadtsanierung ab. Die Mehrheit der Befragten – 45 Prozent – befürwortet dabei eine Umgestaltung der Fußgängerzone, während 37 Prozent dagegen stimmen. Ein weiterer Diskussionspunkt der Bürgerworkshops, der ebenso im April in den städtischen Gremien beratschlagt wird, stellt die Zukunft der Passagenüberdachung zwischen kleinem und großem Muslenplatz dar. In der genannten Umfrage des Schwarzwälder Boten lautet das Votum der Schwenninger ganz klar: Nein zum Abbau der Überdachung (71 Prozent). Nur zehn Prozent der Schwenninger Bürger halten einen Abbau der beliebten Überdachung für sinnvoll.