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Villingen-Schwenningen Mundart wird offensichtlich wieder beliebter

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Bärbel Brüderles Kostprobe als Kabarettistin (im Hintergrund die Präsidiumsmitglieder) von links: Vize-Präsi Walter Möll, Beisitzerin Margot Müller und Kassiererin Martha Meyer. Foto: Zimmermann Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Die Muettersproch-Gsellschaft, Verein für alemannische Sprache mit zwölf Regionalgruppen und 2600 Mitgliedern zwischen Offenburg und dem östlichen Bodensee, lud nach Villingen ins Münsterzentrum zur Mitgliedersammlung ein.

Nicht zum ersten Mal ist Villingen die alemannische Metropole. Bereits 1999 richtete die Regionalgruppe "A Brige un Breg" aus Anlass des Stadtjubiläums die Versammlung im Münsterzentrum aus. "Präsi" Franz Josef Winterhalter und Gastgeberin Barbel Brüderle freuten sich, dass trotz des schönen Wetters so viele Mitglieder nach Villingen gereist waren. Die Hills Angels führten musikalisch strählend mit "Bluegrass trifft Mundart" ins Thema ein.

Die Regularien wurden in angemessener Zeit und in einer lockeren, ungezwungenen und erfrischenden Atmosphäre abgehandelt. Das Thema Mundart rücke bei den Leuten wieder mehr ins Bewusstsein als es schon war, und solange für vereinsmäßig ausscheidende Mitglieder jährlich rund 50 Neue nachwachsen, könne man zufrieden sein, erklärte Franz Josef Winterhalter. Die Kehrseite sei aber, dass sich vor Ort in den Regionalgruppen immer weniger Mitglieder bereitfinden, Vorstandsämter zu ­übernehmen und federführend und organisatorisch tätig sind.

Um dem entgegenzuwirken, gibt es jetzt einen Arbeitskreis bei der Muettersproch-Gsellschaft, der zusammen mit helfenden Mitgliedern vor Ort bei Veranstaltungen, Projekte und Aktionen präsent ist, erklärte Arbeitskreisleiter Jürgen Hack. Eines dieser Projekte sei Mundart in Schulen. Und diesbezüglich seien die Schwaben deutlich aktiver, erklärte Beisitzerin Heidi ­Zöllner. Mundartkünstler für Veranstaltungen könne man buchen. Rund 64 Prozent der Zuschussanträge für Veranstaltungen kommen von den Schwaben, von den Alemannen nur 23 Prozent. 2019 gebe es mit "Naseweis und Wunderfitz" wieder einen Mundartwettbewerb für Schulen.

Als neuen Beisitzer für ­Lothar Fleck, der nach 27 Jahren Vorstandstätigkeit aufhörte, wählte die Versammlung Günter Becker aus Waldkirch. Das Alemannische Wörterbuch ist vergriffen, wird aber in diesem Jahr überarbeitet wieder neu aufgelegt, teilte Präsident Winterhalter mit.

Der Raum Baden-Württemberg sei eine Gegend, in der das Bewusstsein für Heimat sehr ausgeprägt ist, erklärte Oberbürgermeister Rupert Kubon in seinem Grußwort. Aber es sei auch eine Gegend, die offen ist, international vernetzt und weltweit aktiv. Nur wer in seiner Heimat verankert ist, sei auch offen für die Welt, sagte Kubon.

Da Gastgeberin Bärbel Brüderle überregional auch mit ihren Moritaten das Kneipen-Fastnachterin bekannt ist, gab sie auf allseitigen Wunsch eine Kostprobe und stieg in die Rolle von Evelyn Hamann als Nachrichtensprecherin bei Loriot.

 
 

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Cornelia Spitz

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