Hoptbühl-Schüler erhalten Sonderpreis

Villingen-Schwenningen. "Me denkt, me könnt d`lütt iischätze", doch dann geben sie den Hauptpreis des Mundart-Wettbewerbes "Naseweis & wunderfitzig" doch nicht der Literaturwerkstatt des Hoptbühl-Gymnasiums. Zu einem Sonderpreis Literatur reichte es dennoch.

Am Samstag war im Zuge des "Mundartfestes" an den St.-Ursula-Schulen die Preisverleihung durch den Vorsitzenden des veranstaltenden Fördervereines Schwäbischer Dialekt, Hubert Wicker. Der Verein hatte den Wettbewerb 2008 zum ersten Mal veranstaltet, bei dem seinerzeit die Hoptbühlschülerinnen Sophia Kaiser und Kerstin Schlote in der Einzelwertung preisgekrönt wurden. Bei der jetzigen Zweitauflage durften nur noch Gruppen und Klassen antreten.

Die Literaturwerkstatt des Hoptbühl-Gymnasiums, einzige teilnehmende Schule aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, erarbeitete erneut unter dem Projektthema "Begegnungen – Mundart und andere Sprachen" Gedichte, Konversationen und Prosa in Mundart, aber auch in Hochdeutsch und sogar in türkischem Deutsch-Slang. Sophia Kaiser, Vivia Eerler, Rike Richstein, Felicia Lewedei und Ramin Ahmari begeisterten damit die Jury und erhielten einen mit 300 Euro dotierten Sonderpreis.

Der erste Preis (700 Euro) ging an zehn Schüler der Buchdruck-AG der Silcherschule in Fellbach. Zwei zweite Preise erhielten die Uhlandschule in Stuttgart und die Johannes-Gaiser-Realschule in Baiersbronn.

Der Gastgeber des Abends, der Leiter der St.-Ursula-Schulen und Mundartkünstler Johannes Kaiser, bedauerte, dass er trotz eifriger Werbung bisher keine weiteren Schulen aus der Umgebung zum Mitmachen motivieren konnte. Wie anregend Mundart – ob alemannische oder schwäbische – sein kann, bewiesen am Samstagabend fünf Künstler, allesamt aktive oder ehemalige Lehrer und Mitglieder des Arbeitskreises Mundart in der Schule – darunter auch Johannes Kaiser – mit einem heiteren und gut besuchten Vortragsabend.

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