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Villingen-Schwenningen Müllproblem: Anwohner befürchten Ratten

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Foto: © Olexandr – stock.adobe.com

Villingen-Schwenningen - "...und nebenan vergammelt alles". Anwohner aus den Erbsenlachen stören sich nicht nur am Zustand der Gebäudekomplexe, in denen einst knapp 200 Flüchtlinge untergebracht waren, sondern auch am Müll, der vor Kellertüren liegt. Die Frage taucht auf: "Gibt es deshalb in der Nachbarschaft Ratten?"

Einladend sieht schon das Gelände der früheren "Franzosenschule" nicht gerade aus, nicht nur wegen des verwitterten Briefkastens und ungepflegten Terrains. "Das Gelände verwildert immer mehr. Bäume und Sträucher am Zaun wachsen hoch hinaus und durch den Zaun hindurch", ärgert sich eine Anwohnerin. Was ihr noch mehr Verdruss bereitet, sind jene angrenzenden Wohnblocks, die ein paar Jahre als Unterkunft für Flüchtlinge dienten und seit gut einem Jahr verwaist sind. Müll werde überall abgelagert, auf den Balkonen und vor allem an den Kellereingängen.

Kein schöner Anblick

Die Anwohnerin übertreibt nicht. Wer die Runde entlang der Wohnblöcke macht und sich vor allem die Kellereingänge genauer betrachtet, dem bietet sich kein schöner Anblick. Vor der einen Kellertüre lehnt ein gelber Sack, vor anderen mischen sich bräunliches Laub und die Reste von Plastikverpackungen. Glasscherben kommen noch dazu, vor einem Eingang liegt ein alter aufgerollter Teppich auf den Treppenstufen. "Und ich möchte nicht wissen, was da noch alles drunter liegt unter der ganzen Müllmasse", schüttelt sie sich vor Ekel. Nicht nur diese Anwohnerin fragt sich, wer für den Zustand der Immobilien und ihren Außenbereichen zuständig ist. Der Landkreis ist es nicht, der die Gebäude für die Flüchtlinge angemietet hatte. Die Häuser gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Wieso bietet sich an den Kellereingängen ein solch desolates Bild von Müll, der nicht erst seit gestern auf den Stufen liegt? Eine Antwort aus der Pressestelle bleibt aus, wird jedoch für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.

Einen guten Riecher

Für manche Anwohner stellt sich aber in Zusammenhang mit den vermüllten Eingängen, gerade in den heißen Sommerwochen, eine ganz andere brisantere Frage. Tauchen deshalb im Gebäudekomplex nebenan Ratten auf? Immerhin hängen im sich direkt anschließenden Gebäudekomplex an fast allen Eingangstüren kleine Plakate mit der Aufschrift, "Tür schließen, Rattenbefall!", mitsamt der Abbildung des nicht ungefährlichen Nagers. Ratten und Müll? "Absolut möglich, dass es da einen Zusammenhang gibt", reagiert ein in Baden-Württemberg tätiger Schädlingsbekämpfer auf die Frage. "Ratten riechen sehr gut", erläutert er, sie werden von Müll angezogen, vor allem, wenn beispielsweise Kunststoffbehältnisse nicht richtig gespült werden. "Gelbe Säcke sind da sicher auch ein Thema", fügt der Experte hinzu. Ein weiterer Aspekt seien die hohen Temperaturen über einen langen Zeitraum. "Die Ratten verlassen die Kanalschächte, auf der Suche nach Nahrung und Wasser."

Was geschieht überhaupt mit den nun verwaisten Immobilien, den Gebäudeblocks und der einstigen französischen Schule? Was die ehemalige französische Schule angeht, ist weiterhin alles offen. Bereits im April berichtete der Schwarzwälder Bote darüber, dass die Stadtverwaltung zwei unterschiedliche Vorschläge parat habe. Auch der Abriss des Gebäudes sei nicht ausgeschlossen. Zudem lagen der Redaktion Informationen vor, dass das Gelände auch zum Kreis der möglichen Standorte für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Villingen gehöre, die derzeit seitens der Stadtverwaltung gesucht werden. Doch dies ist nicht die einzige Idee, die man für das Gebäude hat. Auch als künftigen Standort für die Volkshochschule (VHS) wird das Gelände gehandelt.

Zukunft offen

Noch offen scheint auch die Zukunft der Gebäudekom­plexe in den Erbsenlachen, die einst als Flüchtlingsunterkunft dienten. Die Bima hat bereits signalisiert: Sollte von öffentlicher Hand kein Bedarf bestehen, werde man die Objekte verkaufen. "Es gibt auch schon diverse Anfragen", hieß es bereits vor geraumer Zeit.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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