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Villingen-Schwenningen "Mr. Kühlbox" räumt so richtig ab

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1,93 m lang, 107 kg schwer: Matt Pelech will in der Defensive wenig anbrennen lassen. Foto: Sigwart

Ein Raunen ging durch die Helios-Arena, als Wild-Wings-Stadionsprecher Domenic Liebing Neuzugang Matt Pelech als einen Verteidiger mit mehr als 1000 Strafminuten ankündigte. Genau sind es 1937 Minuten, also gut 1,3 Tage, die der 27-Jährige in seiner Karriere schon in der Kühlbox verbrachte.

"Ich bin eben ein echter Defensivspezialist, mache die Räume zu. Meine Aufgabe ist es, die gegnerischen Spieler zu stoppen. Ich räume ab", lacht der 1,93 lange Pelech. So sieht es auch Jürgen Rumrich. "Matt ist ein sehr guter Defensivverteidiger, der das physische Spiel liebt, Checks zu Ende fährt und zudem seine Stärken im Penaltykilling hat. Er hat nicht nur einen guten Charakter und eine gute Einstellung, sondern ist auch ein absoluter Teamplayer. Wir sind froh, dass wir ihn nach Schwenningen lotsen konnten", setzt der Schwenninger Manager große Erwartungen in den 107 kg schweren Rechtsschützen.

Dieser ist von den ersten Tagen in Schwenningen beeindruckt. "Ich bin echt optimistisch, dass wir in der DEL eine gute Figur machen können, wenn alle Spieler ihre Rolle erfüllen." Den Kanadier stimmt auch der Mix in der Verteidigung zuversichtlich. "Wir haben Offensiv- und Defensivverteidiger, große Talente und erfahrene Spieler", will Pelech gerade auch Tim Bender (20), mit dem er in den ersten Trainingstagen einen Defensivblock bildete, auf dem Entwicklungsweg unterstützen.

Apropos Weg. Der Weg von Matt Pelech zum Eishockey-Profi war praktisch vorgezeichnet. "Zwei meiner Onkel spielten in der NHL", fand sich Pelech im Alter von sieben Jahren das erste Mal auf dem Eis wieder. "Allerdings habe ich früher auch gerne Fußball gespielt", eiferte er in dieser Sportart vor allem Andrej Schewtschenko zu dessen Hochzeiten in Mailand und Chelsea nach. "Chelsea und Bayern München sind meine Lieblingsteams", stellt der Sohn eines ehemaligen kanadischen Basketball-Nationalspielers klar.

Klar war auch, dass er sich dann schnell für die "schnellste Mannschaftssportart der Welt" entschied. Von 2003 bis 2007 sammelte in einer der besten Juniorenligen der Welt, der Ontario Hockey League (OHL), für Sarnia Sting, die London Knights und die Belleville Bulls Spielpraxis, bevor Pelech, der im Jahr 2005 beim NHL-Draft in der ersten Runde an der 25. Stelle von den Calgary Flames gezogen wurde, in die American Hockey League (AHL) bei den Quad City Flames, dem damaligen Farmteam der Calgary Flames, sein Können zeigte. Am 4. April 2009 war es dann soweit. "Da habe ich mein erstes NHL-Spiel für Calgary bestritten", schwärmt Pelech noch immer von seinem Debüt in der besten Liga der Welt. Noch größer werden die Augen des in Toronto geborenen Verteidigers, wenn der Kanadier an sein einziges Tor in der NHL am 10. Oktober 2013 denkt. "Das habe ich für die San Jose Sharks gegen Vancouver Canucks erzielt", freut sich Pelech immer noch, dass einige Familienmitglieder – darunter Onkel Michael David Gillis, damals Präsident und General Manager der Canucks – in der Eishalle sahen, wie er Star-Goalie und Olympiasieger Roberto Luongo überwand.

Stichwort Familie. Nicht nur Matt Pelech spielt erfolgreich Eishockey, sondern auch seine Brüder Adam und Michael, die ebenfalls von NHL-Teams gedraftet wurden. "Mit Michael habe ich sogar in Worchester, bei den Utah Grizzlies und zuletzt bei den Rochester Americans zusammengespielt", lacht der 27-Jährige, der insgesamt 13 Mal im der NHL auflief.

"Meist spielte ich aber in der AHL. Das ist eine sehr gute Liga, die vielen Talenten als Sprungbrett in die NHL dient." Matt Pelech suchte aber nach 438 Partien in der AHL eine neue Herausforderung. "Ich wollte mich verändern, etwas Neues kennenlernen", freut sich der Kanadier nun auf das "Abenteuer" Schwenningen. "Das ist eine schöne Kleinstadt. Auch die Altstadt von Villingen gefällt mir sehr gut", will Pelech mit seiner Freundin Natasha in der Region noch viel unternehmen. "Wenn es die Zeit erlaubt, wollen wir auch Touren nach Frankreich und Italien unternehmen", ist es doch für den Verteidiger, abgesehen von einem Eishockey-Camp in Salzburg, sein erster Trip nach Europa.

Doch im Mittelpunkt stehen natürlich die Wild Wings. Und mit denen möchte "Mr. Kühlbox" mit seiner ganz speziellen Art des Eishockeys für Furore sorgen.

 
 
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