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Villingen-Schwenningen Moderne und eingängige Sakralmusik

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Auf ein gelungenes Konzert blicken Dirigent Christof Wünsch, Bariton Michael Vogelmaier, Sopranistin Florence Awotula, Pianistin Brigitte Sieber und der Bach-Chor. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

"Chor und Klavier" lautete der Titel des Konzerts in der Johanneskirche, das im Rahmen des "musica"-Programms stattfand.

VS-Schwenningen. Ein beeindruckendes Konzert bot "musica" in der evangelischen Johanneskirche unter der Leitung von Christof Wünsch mit einstündiger geistlicher Nahrung sowie ökumenischen Zeichen einer protestantische Andacht und einer katholische Messe.

Erstaunlich war die Qualität von Bach-Chor, Vokalsolisten und der bestens disponierten Pianistin Brigitte Sieber. Michael Vogelmaier wuchs über sich hinaus.

Er ließ einen feinnervigen Bariton hören, um textgetreu, wohlklingend und ausdrucksstark Antonín Dvoráks biblische Lieder "Gott, mein Hirte, hüte mich" ("Hospodin jest muj pastyr") und "Ich hebe den Blick zum Berg empor" ("Pozdvihni ocí svych k horám") zu interpretieren.

Die Texte fanden sich in der Betrachtung von Pfarrerin Märit Kaasch wieder. Trotz besungener Schönheit der Schöpfung werde spürbar, dass man eines guten Hirten bedarf, wie er im Johannesevangelium beschrieben ist. Labsal dazu verströmte die Sopranistin Florence Awotula mit der Aria "Schafe können sicher weiden" aus Bachs Jagdkantate. Ihre klare Stimme mit feinem Timbre gefiel hier genauso wie beim innig empfundenen "Sure on this shining night" von Samuel Barber, wobei auch ihr Mezzo zur Geltung kam.

Kyrie, "Die mit Tränen säen" von Heinrich Schütz bis Audrey Snyders (geboren 1961) schlichter Friedensbitte "Dona nobis pacem" bildeten den Rahmen. Heraus ragte "Gelobt sei Gott im höchsten Thron". Den Choral hatte Bezirkskantor Wünsch nach Vorlagen von Buxtehude und Vulpius arrangiert und gefiel durch den wiegenden Charakter und das freudig-strahlende Hallelujah.

Wünsch führte sicher mit enormem Engagement, musikalischer Begeisterung und Glaubensüberzeugung. Nuancenreichtum ließ er bei Kyrie, Gloria und Sanctus der "Missa Lumen" von Lorenz Maierhofer erkennen.

Zu hören war moderne, eingängige Sakralmusik, die stimmig in Tempi, Dynamik und Expressivität war. Die A-capella-Gesänge wurden durch die Vokalsolisten bereichert. Konnte hier das Latein des Chores bewundert werden, so erstaunten auch englische und französische Beiträge wie das "Look at the world" von John Rutter im feierlichen, postmodernen Kathedralstil mit Refrain oder Snyders "And God shall wipe away all tears" mit Smorzando-Ausklang.

Mit wellenbewegter Klavierbegleitung erklang Faurés "Cantique de Jean Racine" und himmelwärts gerichtet war der Sologesang von Florence Awotula bei "En prière".

Hoffnung verströmte abschließend der Titel des Liedermachers Gregor Linßen "Und ein neuer Morgen".

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