Mundart: Bärbel Brüderle erklärt den Villinger Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke. In der 56. Folge dieser Serie geht es um die Musik.

Wer musikalisch ist und womöglich ein Instrument spielen möchte, der hat hier vielerlei Möglichkeiten.

Es gibt hier alles, von der "Blosmusikkapell", Spielmanns- oder Fanfarenzug, "Guggemusik" bis zum Orchester und "Gsangverein".

Blasinstrumente, wie Trompete, Posaune, Tuba und dergleichen, werden hier einfach "Päper" genannt.

Es gibt auch keinen Unterschied zwischen einer einfachen "Schwarzwuscht" aus Holz, sowie einer Piccolo- oder Konzertflöte, das sind eben "Pfiefe".

Ein Akkordeon heißt hier "Hand- oder Ziehorgel" oder auch "Quetschkommod".

Die Mundharmonika ist ein "Goschehobel", oder auch eine "Schnurregiige".

"Trummle", Trommeln in verschiedenen Größen gibt es in jeder Musikkapelle.

Bei einem Orchester gibt es dann auch noch "Striichin­strument", die "Giige" oder "Fiidle", "Kniegiige" bis zum Kontrabass.

Die Schwenninger waren wohl die ersten in der Gegend, die Klarinette spielten.

Es sah aus, als würden sie an einem Stück Holz kauen, drum nannte man sie dann auch "Bengelebiißer".

Den Pianisten im Orchester bezeichnet man hier sehr ungerechtfertigt als "Taschtequäler".