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Villingen-Schwenningen Mit großen Sprüngen zur Kultur

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Andreas Dobmeier (hinten, Zweiter von rechts), Leiter des Amtes für Kultur, freut sich zusammen mit allen Beteiligten des Pilotprojektes "Kumfi – Kultur macht fit" darauf, Kindern kulturelle Veranstaltungen näherzubringen. Foto: Krämer Foto: Schwarzwälder-Bote

Ab dem ersten Oktober beginnt für die zweiten Klassen von vier Schulen das Pilotprojekt "Kumfi – Kultur macht fit". Dabei sollen den Kindern kulturelle Veranstaltungen näher gebracht werden.

Villingen-Schwenningen. Das gesamte Projekt sei durch eine Idee des Amtes für Kultur entstanden, so Erika Götz, Rektorin der Südstadtschule. Bei einer Dienstbesprechung wurde angefragt, wie man es schaffen könne mehr Kinder für kulturelle Veranstaltungen zu interessieren. Danach haben sich vier Schulen ­bereiterklärt ein Gesamtkonzept für das Projekt zu suchen und sich der Sache anzunehmen.

Die Haslach-, Golden-Bühl-, Garten- und Südstadtschule haben gemeinsam mit dem Amt für Kultur schließlich das Känguru "Kumfi" erfunden, welches aus dem Satz "Kultur macht fit" abgeleitet wurde.

"Das Känguru steht symbolisch dafür, dass es von Einrichtung zu Einrichtung springt", erzählt Kathrin Mecke, Rektorin der Goldenbühlschule.

Bei diesem Projekt ebenfalls vertreten sind das städtische Museum, die Musikakademie, das städtische Theater sowie die Stadtbibliothek, deren Vertreter nicht am Pressegespräch teilnehmen konnte. Die einzelnen Einrichtungen wollen zusammen den Kindern die Kultur näher bringen.

"Um die Kinder an die Musik heranzuführen wollen wir mit den verschiedensten Instrumenten arbeiten", erzählt Frank Neu, der an der Musikakademie unterrichtet. Unter den Instrumenten seien zum Beispiel eine Gitarre, Tasteninstrumente oder auch die Geige. Durch eigenständiges Ausprobieren und wohlklingenden Klangbeispielen sollen die Zweitklässler sich mehr für die Musik interessieren und gegebenenfalls ein Instrument erlernen wollen.

"Das Theater wollen wir den Kinder durch eigene Erfahrungen näher bringen", verrät Kirsten Henschen, die als Vertreterin für das Theater am Ring eintritt. Die Kinder sollen es selbst versuchen und grundlegende Fragen wie zum Beispiel was für eine Aufführung benötigt wird, sollen geklärt werden.

Auch das Museum trägt seinen Teil zum Kulturprojekt bei. "Unser Thema ist die Zeit und die Uhr. Das Uhrenlesen wird in der zweiten Klasse erlernt und auch sonst ist das ein strukturelles Medium", so Anita Auer, Abteilungsleiterin im städtischen Museum. Bei einem mitgebrachten Uhrenkoffer werde den Kindern auch das Anfassen der Gegenstände ermöglicht, da dies in einem Museum ansonsten verboten sei.

Die Bibliothek wird mit einer Lese-Rallye ihren Beitrag leisten.

Gegen Ende des Schuljahres werden alle Zweitklässler die Schauspielkunst im Theater sehen, sich historische Dinge im Museum anschauen und im Konzerthaus musikalische Aufführungen live erleben können. Dies kostet jeden Schüler vier Euro.

Zudem gibt es für jedes Kind Stempelkarten, auf denen pro besuchte Einrichtung ein Fußabdruck des Kängurus aufgedruckt wird. Diese Karte wird am Ende des Jahres abgegeben und jedes Kind erhält ein hellgrünes T-Shirt mit dem Aufdruck des Logos, des Projekts – dem Känguru "Kumfi".

Insgesamt bekommen circa 400 Schüler zusätzlich pro Klasse ein Kuscheltier-Känguru als Maskottchen und 14 000 Euro finanzielle Förderung vom Amt für Kultur.

"Langfristig hoffen wir, dass dieses Programm auch auf andere, städtische Schulen übergreift", so Andreas Dobmeier, Leiter des Amtes für Kultur.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Projekt Wirkung zeigen wird", versichert Erika Götz.

Außerdem sei es wichtig, dass die Grunschüler sehen, dass es auch direkt vor ihrer Haustüre Dinge gibt, die Spaß machen können, so Kathrin Mecke.

Für zukünftige Projekte von "Kumfi" solle auch zum Beispiel das Guckloch-Kino und das Tanzen miteinbezogen werden, da dies im Moment aber nur ein Pilotprojekt sei stehe das alles noch zur Planung, erläutert Dobmeier. "Unsere Erwartungen sind groß und es gibt auch schon weitere Interessenten".

 

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