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Villingen-Schwenningen Minister Scheuer gegen Neigetechnik

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Wird die Gäubahn jemals wieder so schnell wie vor 70 Jahren fahren? Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem Paukenschlag eröffnete Rainer Kaufmann, Geschäftsführer des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn, den Sachstandsbericht zur Gäubahn im Ausschuss für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit.

Schwarzwald-Baar-Kreis. Er zitierte eine Antwort von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf eine Anfrage des Interessenverbandes vom 11. Mai. Demnach, so las Kaufmann vor, müsse es ein Treffen aller Akteure geben, mit dem Ziel, dass die Neigetechnik auf der Gäubahn nicht weiter verfolgt werde. "Die Antwort ist eine kalte Dusche", so Kaufmann,

Durch die Neigetechnik werden auf kurvenreichen Strecken die Reisezeiten verkürzt. Das ist ein erklärtes Ziel des Interessenverbandes, vor allem im Hinblick auf die internationale Verbindung Stuttgart-Zürich. Nur wenige Monate zuvor hatte Scheuers Vorgänger Alexander Dobrindt (CSU) in einem Schreiben an den Fraktionsvorsitzenden der Union, Volker Kauder (CDU), kurz vor der Bundestagswahl schriftlich beteuert: "Die Nutzung der Gäubahn-Strecke mit Neigetechnik ist erklärter Bestandteil des Ausbau-Konzeptes."

Gesichert sei, so legte Kaufmann den Kreisräten dar, die Gäubahn im Bundesverkehrswegeplan. Ebenso wohl die Bereitstellung von 552 Millionen Euro vom Bund für diesen Schienenverkehrsweg. "Noch nicht gesichert ist, ob der Beschluss des Bundestages durch das Bundesverkehrsministerium und die DB AG auch so umgesetzt werden." Vor allem der Einsatz von Neigetechnik auf der Gäubahn entzweit offenbar: "Die DB lässt keine Gelegenheit aus, zu sagen, dass sie keine Neigetechnik mehr will". Dann müsse man allerdings, so Kaufmann, die Frage stellen, ob der Ausbau dann noch Sinn mache. Er habe den Eindruck, "dass das Bundesverkehrsministerium die schützende Hand über die DB AG hält."

Edgar Schurr (SPD) erklärte, er könne sich nicht erklären, warum jetzt eine Kehrtwende um 180 Grad stattfinde. Joachim von Mirbach (Grüne) sprach von "Entsetzen und Erstaunen" angesichts dieser Nachricht. "Wir sind erpresst worden mit der Höllentalbahn" und in Bezug auf den Villinger Bahnhof sei seit Jahren kein Fortschritt feststellbar. "Und jetzt noch diese Hiobsbotschaft." "Die Gäubahn fährt wie vor 100 Jahren", meinte Adolf Baumann. "Eben nicht, vor 70 Jahren war sie noch zweigleisig", konterte Landrat Sven Hinterseh.

Ernst Reiser (Freie Wähler) bedauerte Rainer Kaufmann: "Sie arbeiten ja ständig gegen eine Betonwand." Die Forderung nach einer Resolution wurde im Kreisausschuss erhoben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei sagte, seine Fraktion sei bereit, eine Resolution mitzutragen. Als Abgeordneter der Union fühle er sich trotzdem gut, weil der den Brief von Andreas Scheuer nicht gesehen habe. "Wenn man etwas bewegen möchte, muss man mir den zeigen." Der Ausbau der Gäubahn, so stellte Landrat Hinterseh klar, bedeute für den Schwarzwald-Baar-Kreis letzlich eine bessere Verbindung nach Stuttgart.

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