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Villingen-Schwenningen Metzelsupp’ gibt es kaum noch

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VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke.

In der zwölften Folge dieser Serie geht es um Metzelsupp, Wurschtbrüeh, Metzgete und Gallere.

Eine Vokabel, die man mit Sicherheit schon fast aus dem Mundartwortschatz streichen kann ist Metzelsupp’. Diese kulinarische Spezialität gab es immer kostenlos, wo gerade vom Hausschlachter ein Schwein "gmetzget" und verarbeitet wurde. Durch neue Vorschriften und Auflagen ist dies heute allerdings fast nicht mehr möglich.

Nachdem Kesselfleisch gekocht und die frischen Würste gebrüht waren, wurde diese Wurschtbrüeh als Metzel­suppe verteilt. Die Leute kamen dann mit geeignetem Gschirr, also Häfe, Kanne oder Krüeg, um sich etwas ­davon zu holen.

Manchmal schwammen darin noch etliche Wurscht­mocke, falls einige davon geplatzt waren. Füeßle, Haxe, Schwänzle und Ohre wurden auch gekocht und dann zerkleinert für Sulz oder Presssack.

Durch das Kollagen aus Hutt un Flexe konnte diese Brühe gelieren. Und mit etwas Würze und Essig hatte man eine feine Gallere.

Kesselfleisch aus Bauch und Kopf, zusammen mit Bluet-, Leber- un Broatwüerscht, Herdepfelstock un Suerkrut gibt auch heute noch eine herzhafte Metzgete, eine Schlachtplatte.

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