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Villingen-Schwenningen Meku-Gruppe soll saniert werden

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Die Gesellschaft Meku Kunststoff Technologie in Schwenningen ist auch von der Insolvenz betroffen. Foto: Pohl

Villingen-Schwenningen - Die zur Meku-Gruppe gehörenden Gesellschaften Meku Kunststoff Technologie GmbH aus Villingen-Schwenningen, Meku Energie Systeme GmbH aus Bad Dürrheim und die Meku Elektronische Systeme GmbH & Co. KG haben Gläubigerschutz beantragt, um sich in einem Verfahren in Eigenverwaltung zu sanieren. Insgesamt beschäftigen die drei Unternehmen etwa 220 Mitarbeiter.

Nicht von den Verfahren betroffen sind die Meku Mechatronische Systeme GmbH in Eching bei Landshut, die Meku Formenbau Werkzeugbau GmbH aus Denzlingen sowie die Lefo Formenbau Technologie GmbH aus Stockach, teilt die Wirtschaftskanzlei Menold Bezler aus Stuttgart auf Nachfrage mit. Sie ist als Berater der Unternehmensgruppe beauftragt.

Die Meku-Gruppe erwirtschaftet insgesamt einen Umsatz von rund 55 Millionen Euro und beschäftigt rund 480 Mitarbeiter. Die Geschäftsfelder reichen vom klassischen Kunststoffspritzguss, über Metallverarbeitung, Folgeverbundtechnologie bis hin zu vollintegrierten E-Mobility-Baugruppen.

Sanierungskonzept wird erstellt

Auslöser für das Sanierungsverfahren waren die Spätfolgen eines Industriebrandes im Mai 2015, Ressourcenbindung durch Integration und verspätete Produktanläufe der E-Mobilitätsbranche.

Der erfahrene Sanierungsspezialist und Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Jochen Sedlitz von der Kanzlei Menold Bezler betreut mit seinem Team die Verfahren als Eigenverwalter. "Wir werden zu allererst die Löhne der betroffenen Mitarbeiter über eine sogenannte Insolvenzgeldvorfinanzierung für die nächsten drei Monate sichern. Parallel muss die Versorgung der Gruppe mit den notwendigen Rohstoffen und Leistungen sichergestellt werden. Die Auftragslage lässt eine Fortführung zu", erklärt Sedlitz.

Nach Angaben des Sanierungsspezialisten wird in den kommenden Wochen ein Sanierungskonzept erstellt, wie die Unternehmen nach der Insolvenzgeldphase fortgeführt werden können. Ebenfalls wird man sich auf die Suche nach Investoren begeben. "Im Interesse der Gläubiger und der Arbeitnehmer ist es notwendig, alle Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft der Unternehmen auszuloten und zu verfolgen", führt Sedlitz aus.

Der Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer der Meku-Gruppe, Joachim Pieper, ist mit seinem Team unverändert stark für die Zukunft der Unternehmen engagiert. "Ich bin bereit, weitere Zeit Einsatz und finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Gruppe auf der Basis eines nachhaltigen Konzeptes neu auszurichten und fortzuführen. Daneben unterstütze ich aber auch mit vollem Einsatz die Suche nach neuen Investoren", erklärt Pieper.

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