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Villingen-Schwenningen Meisterstücke und Projektarbeiten

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Sven Hinterseh hat mit der 3 D Brille den richtigen Einblick in die Industrie 4.0 Lernanlage. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Ausstellung der Technikerarbeiten, Meisterstücke und Projektarbeiten lockte am Wochenende eine große Zahl technisch interessierter Besucher in die Feintechnikschule Schwenningen (FTS).

VS-Schwenningen. Landrat Sven Hinterseh, der die Ausstellung eröffnete, erklärte, dass er den letzten Sonntag vor den Sommerferien schon lange in seinem Terminkalender eingetragen habe. Er interessiere sich nicht nur für die Abschlussarbeiten der Absolventen der Schule, sondern auch ganz besonders für die Industrie 4.0-Lernanlage der FTS, die den Auszubildenden und Absolventen eine erstklassige, nachhaltige und zukunftssichernde Ausbildungsleistung ermöglichen wird. Die Staatliche Feintechnikschule wurde 1900 als "königlich württembergische Fachschule für Feinmechanik, Elektromechanik und Uhrmacherei" gegründet, begrüßte er die Besucher. Heute stehe die Schule in der Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg, das der Schule angegliederte Technische Gymnasium gehört zu den beruflichen Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Die Industrie habe sich die 4.0-Lernanlage auf die Fahne geschrieben, die ersten vier wesentlichen Komponenten konnten schon aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Ende 2016 sei die offizielle Inbetriebnahme mit allen Sponsoren geplant, hatte Schulleiter Thomas Ettwein vorab erklärt.

Ab 2017 soll die Lernanlage für die Schüler eingesetzt werden, so Ettwein. Sven Hinterseh, er bezeichnet die FTS als besondere Perle, erklärte, Ettwein sei im vergangenen Sommer auf ihn zugekommen, um ihm von dem Wettbewerb bezüglich der Industrie 4.0-Lernanlage zu berichten. Diese Anlage, mit der individuelle Alu-Schlüsselanhänger gefertigt werden, sei wie geschaffen für die Schule, habe Thomas Ettwein geschwärmt. Er habe sich kundig gemacht und feststellen müssen, dass nur Schulen, die in der Trägerschaft des Landes stehen, gefördert werden, so Hinterseh. Doch er habe nicht aufgegeben und dem Kreistag vorgeschlagen, Geld für die Anlage in die Hand zu nehmen, was dieser mit 100 000 Euro auch getan hatte, zeigte er sich zufrieden.

Weitere 100 000 Euro steuerten die Firmen Gewatec, Müga, Stein und Imsimity inklusive Fachwissen und Modulen bei, sodass die Schule auf einem guten Weg sei, diese Lernanlage, wobei die 4.0 für die vierte technische Revolution steht, zu realisieren.

Was verbirgt sich hinter 4.0? Die Bezeichnung treffe ganz gut den Begriff "Wandel in der industriellen Revolution".

"Das fällt nicht vom Himmel, das müssen wir hier in der Schule lernen", betonte Hinterseh. Es gebe viele Kritiker, da Deutschland ziemlich weit hinten in der digitalen Infrastruktur, also an 26. Stelle, stehe, spann Hinterseh den Bogen zum Zweckverband, mit dem man in Zukunft, was den Glasfaserausbau angehe, bald ganz vorne stehen möchte. Interessiert ließ er sich das Produkt "Mensch ist Mensch" von den Schülern Johannes Boos, Leander Cramer und Benjamin Nowok erklären. In Collagen hatten sie Schüler der Oberstufe und Flüchtlingsschüler mit je einer Gesichtshälfte zu einem Gesicht zusammengesetzt.

Angekommen in dem Raum mit der Lernanlage 4.0, wo Frank Storz die Komponenten und Eigenschaften der Anlage erläuterte und bediente, griffen Hinterseh und alle Besucher zu 3D-Brillen, mit denen sie sich buchstäblich in der Anlage wiederfanden. Der Industrieroboter, der an alle Situationen angepasst und beschickt ist, entnahm, wendete und sortierte die Werkstücke. Das intelligente Assistenzsystem zeigt alle benötigten Informationen auf Bildschirmen an, das Bearbeitungszentrum führt alle gewünschten Bearbeitungsprozesse individuell aus.

1784 entstand die erste technische Revolution mit dem Webstuhl und der Dampfmaschine. 1880 begann die zweite Revolution mit dem ersten Auto und der folgenden Massenproduktion. 1970 kam mit der Automatisierung und der Elektronik die dritte technische Revolution und heute steht die Industrie 4.0-Lernanlage der Feintechnikschule kurz vor der Vervollkommnung. Übrigens, das erste kleine Meisterstück, das die neue Lernanlage ausspuckte, war eine kleine Pfeife als Schlüsselanhänger, natürlich mit Gravur.

 
 

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