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Villingen-Schwenningen Marktplatz-Sanierung: "Sichtbar" vor dem Aus

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Der Umbau des Marktplatzes verzögert sich. Foto: Riesterer

VS-Schwenningen - Erst kurz vor Weihnachten hat Ronald Navratil die Sichtbar am Marktplatz eröffnet. Bis dahin war es nach zahlreichen Umbaumaßnahmen ein langer Weg. Etwa ein halbes Jahr später denkt er ans Aufhören. Die Baustelle macht ihm zu schaffen.

Unter dem Titel "Nachfolge für laufenden Barbetrieb" hat der Inhaber die Sichtbar bei der Unternehmensbörse "nexxt change" im Internet inseriert. Auf diese Weise sucht Navratil einen neuen Pächter für seine im Dezember eröffnete Bar und versichert, dass auf den Nachfolger lediglich die Kosten der Pacht zukommen. Er verlange weder Kosten für die Übernahme des Mobiliars, noch für die drei Dartautomaten.

Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten macht Ronald Navratil deutlich, dass ihm die vergangenen Monate sehr zu schaffen gemacht haben und ihm der Blick nach vorne Sorgen bereitet: "Ich habe sehr viel Geld in die Sichtbar investiert, konnte am 22. Dezember dann endlich eröffnen und habe nun die Baustelle vor der Türe. Ich weiß nicht, ob ich das noch eineinhalb Jahre schaffe", gesteht der Inhaber.

Dabei hatte er zuletzt nach den vielen Verzögerungen und Steinen, über die er bis zur Betriebsaufnahme klettern musste, ein gutes Gefühl. "Es lief von Monat zu Monat besser." Doch seit der Einschränkung durch die Neugestaltung des Marktplatzes blieben die Kunden auch der Rockbar fern.

Von diesen Folgeerscheinungen der Baustelle können auch die anderen Gewerbetreibenden ein Lied singen. Selbst eingesessene Einzelhändler mit einer ordentlichen Anzahl an Stammkunden beklagten zuletzt Umsatzeinbußen. Für einen jungen Betrieb wie die Sichtbar ist das kaum zu verkraften. "Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll", sagt Navratil. Im Prinzip sei dieser Schritt aber der Griff nach einem der letzten Strohhalme. "Wenn sich jemand finden würde, der die Bar erst einmal betreiben könnte und die laufenden Kosten übernehmen kann, wäre mir geholfen."

Erneuter Umbau denkbar

Überzeugt davon, dass das der richtige Schritt ist, ist Navratil jedoch nicht. Das wird deutlich, als er von seinen Plänen berichtet, die er hat, sollte keine Übergabe stattfinden. "Dann mache ich die Bar vorübergehend wieder zu und baue sie so um, dass sie nach Abschluss der Marktplatzsanierung passend ist: mit einem Tagescafé im Erdgeschoss sowie Außenbestuhlung und einer Bar im Untergeschoss." Das Untergeschoss ist trotz des laufenden Betriebes noch nicht ausgebaut. Dort hatte Navratil ursprünglich eine Disco vorgesehen. Allerdings schätzt er die eigene Umbauzeit deutlich kürzer ein, als die Dauer der Marktplatz-Neugestaltung. "Ich bin wahrscheinlich innerhalb von drei Monaten fertig und dann habe ich noch immer ein Jahr lang die Baustelle vor der Tür."

Ronald Navratil wirkt etwas ratlos, denn einerseits hofft er auf eine Übernahme seiner Bar, andererseits weiß er auch: "Ich kann die Probleme durch die Baustelle ja nicht unter den Tisch kehren." Laut dem Barbetreiber habe er zwei, drei Interessenten gehabt, die aber aufgrund der Umstände zurückgezogen hätten. Die Zukunft der Sichtbar ist im Moment ungewiss. Vorerst bleibt sie natürlich geöffnet und ist auch für Privat-Veranstaltungen zu haben. "Meine Pläne für die Kulturnacht habe ich aber über Bord geworfen. Ich wäre dieses Jahr sicherlich der Einzige, der am Marktplatz etwas macht. Das kann ich mir sparen."

Baustart verzögert sich

Einen weiteren Rückschlag gab es am Mittwoch: Der für Mittwoch, 2. Mai, angekündigte Baustellenbeginn im Bereich Spittelstraße / Dauchinger Straße verzögert sich. Der Grund dafür ist laut Mitteilung der Stadtverwaltung die verspätete Anlieferung der Baustellenbeschilderung, die durch eine externe Firma erfolgt. Der Beginn der Arbeiten ist nun auf Montag, 7. Mai, terminiert. Hierzu wird das Baufeld komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt (wir berichteten). Diese umfangreichen Bauarbeiten werden bis zum Jahresende 2018 andauern. Ein Zugang zu den Geschäften, Büros und Wohngebäuden wird jederzeit, wenn auch teilweise mit Erschwernissen, möglich sein, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung weiter.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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