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Villingen-Schwenningen "Man kann auch hier gute Filme machen"

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Nico Gerspacher sitzt vor dem Kino im Capitol: Diese Woche wurde hier ein von ihm produzierter Film gezeigt. Foto: Riesterer Foto: Schwarzwälder Bote

Der Spielfilm "Im Schatten der Sonne" ist diese Woche im Kino im Capitol gezeigt worden. Produziert wurde der Streifen unter anderem von einer Produktionsfirma mit Sitz in Schwenningen.

VS-Schwenningen. Für den 94-minütigen Film "Im Schatten der Sonne" holten sich die Pforzheimerinnen Britt Abrecht (Regie) und Hannah Jasna Hess (Hauptrolle) Hilfe aus der Neckarstadt. "Eigentlich hatten sie uns nur angefragt, weil sie wissen wollten, wo man Filmequipment herbekommt", erinnert sich Nico Gerspacher. "Dann hat sich die Sache aber so entwickelt, dass Ansgar und ich in die Sache mit eingestiegen sind", sagt der 25-Jährige und grinst.

"Übergrafisch" lautet der Name der Produktionsfirma von Gerspacher und Mitgesellschafter Ansgar Wörner, die ihren Sitz in der Bürkstraße hat, und das im Capitol gezeigte Filmprojekt begleitete. "Es war ein super Abend", zeigt sich Gerspacher mit der Vorführung inklusive anschließender Gesprächsrunde sehr zufrieden. Es war, erklärt der junge Filmemacher stolz, eine von aktuell zehn geplanten Kinoaufführungen des Streifens.

Im Gespräch mit unserer Zeitung beschreibt der in Todtnau aufgewachsene Gerspacher die Rollen, die "Übergrafisch" bei dem Projekt inne hatte. "Ansgar hat als Produzent die organisatorischen Aufgaben, auch abseits des Drehs, übernommen. Ich als Creative Producer habe die Regisseurin in den künstlerischen Aspekten unterstützt."

So verteilen die beiden ihre Aufgaben im Groben auch bei eigenen Produktionen – was bislang sowohl szenische, freie Filme als auch beauftragte Imagefilme, beispielsweise für Unternehmen, waren: Gerspacher führt meist Regie und ist für die Handlung zuständig, Wörner zeichnet hingegen für das Marketing und die Produktion verantwortlich. "Genau zuteilen kann man das aber nicht immer, gerade bei den von großen Produktionsfirmen unabhängigen, sogenannten Indie-Produktionen, haben die Verantwortlichen stets mehrere Aufgaben", sagt Gerspacher.

Der 25-Jährige ist – wie auch der aus Freudenstadt stammende Wörner – seit seiner Schulzeit filmbegeistert. "Im Deutschunterricht habe ich einen Film über Homo Faber gemacht und kurz vor dem Abi lief ein Kurzfilm von mir im Kommunalen Kino in Freiburg", erinnert sich Gerspacher. Nach der Schule folgte jedoch erst einmal ein BWL-Finanzdienstleistungs-Studium am Lörracher Standort der DHBW. "Meine Eltern haben gesagt: ›Mach doch was Vernünftiges‹", sagt der junge Mann und lacht. Doch das Filmemachen ließ ihn nicht los. Mit dem Studienabschluss in der Tasche gründete er 2015 "Übergrafisch" und zog aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Villinger Medienagentur Blum vor eineinhalb Jahren nach Schwenningen. Der 21-Jährige Wörner studiert an der Hochschule für Medien in Stuttgart.

Obwohl Gerspacher erklärt, dass er auch in seine Imagefilme stets so viel Geschichte und Emotionen wie möglich verpackt, merkt man, dass die szenischen Filme seine Herzensangelegenheit sind. An dieser Stelle redet der 25-Jährige von der Freiheit, der Leidenschaft, dem Spaß am Filmemachen. Und – ein weiterer Vorteil – über die freien Filme könne man sich überhaupt erst das wichtige Netzwerk in der Branche aufbauen. Durch solche Kurzfilm-Projekte kenne er auch Hannah Jasna Hess.

"Man weiß nie was kommt, wir sind da offen für alles", beschreibt der 25-Jährige seine Zukunftsvorstellungen. "Es gibt da einen Zwiespalt: Das ganz Große wie Berlin oder Hollywood lockt immer. Aber dort geht es oft nur noch darum, Budgets wieder einzuspielen – und die künstlerische Freiheit geht verloren. Ich finde, man kann auch hier gute Filme machen." Und Spielfilme, verspricht Gerspacher, "haben wir schon weitere in Planung".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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