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Villingen-Schwenningen Lückenschluss zur B  523 soll zehn Millionen Euro kosten

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Die Schneise durch den Schopfelenwald ist schon geschlagen. In der Ferne ist die Bundesstraße 523 zu erkennen. Die Direktverbindung mit dem Schwenninger Industriegebiet Ost ist geplant. Foto: Pohl

Villingen-Schwenningen - Die Stadt Villingen-Schwenningen hat wieder einmal ein Bauprojekt vor der Brust, dessen Kosten immens gestiegen sind. Die Verbindungsstraße zwischen B 523 und Industriegebiet Ost soll mehr als zehn Millionen Euro kosten.

Seit Jahren ist ein direkter Anschluss des Industriegebiets Ost in Schwenningen an die Bundesstraße 523 in der Diskussion und wird besonders von den dortigen Unternehmen gefordert. Während diese vor allem die kurze Verbindung befürworten, sieht aber auch die Stadtverwaltung Vorteile. Demnach sei davon auszugehen, dass der Schwerlastverkehr aus der Innenstadt dadurch ferngehalten würde.

Seit 2012 steht der Planfeststellungsbeschluss für dieses Bauvorhaben, der einerseits zwar schon damals Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro zugesichert hat. Gleichzeitig aber auch so lange zurückliegt, dass die ursprünglich angenommenen Kosten nach neuesten Rechnungen von 4,92 Millionen Euro auf 10,35 Millionen Euro angestiegen sind.

Dennoch, so machte es Oberbürgermeister Jürgen Roth in der Sitzung des Technischen Ausschusses am Dienstagabend deutlich, bleiben nur zwei Möglichkeiten: "Entscheiden oder beerdigen!" Hintergrund ist, dass die Bauarbeiten bis zum 30. Oktober dieses Jahres begonnen haben müssen. Denn dann verfällt die Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses. Dass die Kosten derart in die Höhe gestiegen sind, habe unterschiedliche Gründe, wie Ulf Millauer, Leiter des Grünflächen- und Tiefbauamtes (GuT), erläuterte. Ein wesentlicher Bestandteil sei aber die veränderte Planung, die neben der rund 500 Meter langen Trasse zwischen Industriegebiet und Bundesstraße eine Anbindung durch Brücken und Rampen vorsieht.

Zustimmung mit Murren

Die Reaktionen im Gremium waren entsprechend: "Natürlich müssen wir zustimmen, wenn auch mit zwei Fäusten im Hosensack", machte Dietmar Wildi deutlich, wie schwer der CDU-Fraktion die Entscheidung aufgrund der Kosten von mehr als zehn Millionen Euro fällt. Allerdings stellte er auch klar, dass die geplante kreuzungslose Situation im Anbindungsbereich durchaus vom Gremium so gewollt war.

Andreas Flöß (Freie Wähler) nannte die Summe ebenfalls "brutal" und hinterfragte die Lösung mit den Brücken und Rampen nochmals. Ihm schwebt eine Ampellösung wie an der Kreuzung auf der Bundesstraße nach St. Georgen auf Höhe Peterzell vor. Doch eine Neuplanung ist laut OB Roth aufgrund des Zeitdrucks ausgeschlossen. Zudem hinterfragte Flöß die einberechneten "Risiko-Reserven" für das Vorhaben, die immerhin fast zwei Millionen Euro betragen. "Sind die wirklich notwendig." Hier konnte Roth nur eine Antwort geben: "Unsere Erfahrungen mit anderen Bauprojekten zeigen uns, dass wir Vorsicht walten lassen müssen." Natürlich hoffe auch er, dass die Reserven in der Endabrechnung nicht gebraucht werden.

Während SPD-Stadtrat Edgar Schurr ähnlich wie seine Vorredner argumentierte, konnte Helga Baur von den Grünen dem "völlig überdimensionierten Vorhaben" nichts abgewinnen. "Wir wären bei einer Kreisverkehrlösung dabei gewesen." Mit Blick auf den Haushalt, der "erschreckende Zahlen" vorweise, "können wir nicht zustimmen", stellt Baur klar.

Der Technische Ausschuss empfiehlt mehrheitlich die Ausführung des Bauprojekts. Die endgültige Entscheidung fällt der Gemeinderat in der Sitzung kommende Woche.

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