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Villingen-Schwenningen Liebe gilt Kulturgut

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Mitten in den Vorbereitungen für die Ausstellung "Freizeitsport vor 100 Jahren" in der Sparkasse in Villingen steckt der Sammler und Turnvereinarchivar Manfred Hildebrandt. Foto: Zieglwalner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Martina Zieglwalner VS-Villingen. Er ist ein Sammler aus Leidenschaft, der unzählige Schätze zusammengetragen hat, ob zur Geschichte der Region oder dem Sport. Er ist aber auch Archivar des Turnvereins Villingen 1848. Beide Hobbys vereint Manfred Hildebrandt in der Ausstellung "Freizeitsport vor 100 Jahren", die im Oktober in der Hauptstelle der Sparkasse Schwarzwald-Baar in Villingen zu sehen ist.Der 77-Jährige hat sich schon früh dem Sport verschrieben und steht seit 1958 als Leichtathletiktrainer für den Turnverein auf dem Platz. Bis in seine Kindheit reicht auch die Liebe zum Sammeln zurück, zunächst waren es Briefmarken und Fossilien, bald fanden auch Sportgeräte, Postkarten und Zeugnisse der Geschichte sein Interesse. Gerade seiner Heimatstadt Villingen und der Fasnet gilt sein besonderes Augenmerk.

"Mir ist es wichtig, dass das Kulturgut erhalten bleibt", nennt Hildebrand seine Motivation, von Flohmarkt zu Flohmarkt zu ziehen. Nicht nur in Villingen ist er eine Institution in der Szene, sondern in ganz Süddeutschland. Ob in München oder Frankfurt, "als Sammler muss ich überall präsent sein", erklärt er. Und so stöbert er überall nach Liebhaberstücken. Bücher und Plakate füllen die Regale und Wände ebenso wie Kuckucksuhren, Gemälde oder Gläser mit Villinger Motiven. Und zu allen seiner Kostbarkeiten weiß der 77-Jährige eine Geschichte zu erzählen. Da erinnert er sich an den Händler, von dem er das Objekt erstanden hat, erzählt von Flohmärkten oder Haushaltsauflösungen, bei denen er auf die Raritäten stieß.

"Ich sammel alles außer Frauen", stellt er mit einem Schmunzeln fest, hat er doch mit seiner Frau Ingrid gerade Goldene Hochzeit gefeiert. Mit ihr teilt er auch die Liebe zum Sport. Bis heute nimmt sich Hildebrandt dem Nachwuchs im Turnverein an, 30 Jungen und Mädchen trainieren bei ihm. "Ich möchte die Kinder von der Straße und den Drogen fernhalten", betont er. Die Gemeinschaft beim Sport und die daraus entstehenden Freundschaften seien das richtige Mittel. Denn neben der Leichtathletik gehören auch Freizeitangebote zum Programm. Zur Abwechslung tragen Hildebrandts Spielgeräte bei, die er oft aus verschiedenen Fundstücken zusammenbastelt.

Wie Kinder sich früher vergnügt haben und welche Rolle die Bewegung gespielt hat, das rückt er in den Mittelpunkt der Ausstellung "Freizeitsport vor 100 Jahren" in der Sparkasse in der Gerberstraße, die der Turnverein präsentiert.

Zusammen mit Übungsleiterin Monika Junghanns steckt Hildebrandt mitten in den Vorbereitungen. Gerade ist er dabei, eine Schaufensterpuppe zu reparieren, um den Ausstellungsstücken mehr Leben einzuhauchen. Seltene historische Spielsachen, Sportutensilien wie Kegel und Kreisel, ein alter Skibob mit einem Sattel, Skistiefel aus Leder, ein Roller von anno dazumal, ein Holländer, ein Hochrad oder ein Laufrad aus Holz samt Wagenrädern, aber auch Drucksachen und Bilder aus längst vergangenen Zeiten ziehen sicherlich die Blicke auf sich.

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Cornelia Spitz

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