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Villingen-Schwenningen Lerntherapeutin nimmt digitale Hürde

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Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Die Schulen sind geschlossen. Unterricht findet online statt – Neuland für Lehrer und Schüler. Vor einer besonderen Herausforderung stehen hierbei Lerntherapeuten, die Schüler mit Leserechtschreibschwäche oder Dyskalkulie unterstützen. Susanne Seyfried gehört dabei bundesweit zu den Vorreiterinnen.

VS-Schwenningen. Schon seit zwei Jahren bietet die selbstständige Lerntherapeutin aus Schwenningen ihre Arbeit auch online an, Nachhilfeunterricht via Internet sogar schon länger. Keinen Zweifel lässt sie daran, dass der persönliche Kontakt, der Austausch und die Hilfe von Angesicht zu Angesicht nicht adäquat zu ersetzen sind. Doch besser als keinerlei Unterstützung und Zuspruch ist der Fernunterricht allemal.

"Das ist zur Zeit die beste Lösung, um die Schüler nicht alleine zu lassen, sie emotional zu stärken und die Eltern zu entlasten", sagt Susanne Seyfried. Und weiter: "Mit Gelassenheit und Erfahrung kann online auch viel Positives bewirkt werden, manchmal reicht auch schon ein Gespräch und ein kleines Lächeln."

Einfach am Smartphone

Die technischen Voraussetzungen – ein Smartphone oder ein Tablet – sind in der Regel vorhanden. Über einen Link (Zoom) kommen Therapeutin und Schüler zusammen. Die nonverbale Kommunikation ist via Bildschirm zwar schwieriger, aber "mit vielen Schülern arbeite ich schon monatelang zusammen, daher findet man auch online ganz schnell den Draht zueinander".

Die Expertin empfiehlt den Eltern, bei der ersten Online-Sitzung kurz dabei zu sein, um das Angebot zu testen, insbesondere bei jüngeren Schülern. "Das hilft, Hemmschwellen abzubauen". Die Rückmeldungen sind durchweg positiv – "viele stellen sich das schwieriger vor". Vorausgesetzt die Internetverbindung bleibt stabil, "und meine gute Laune kommt bei meinem Gegenüber an", sei das schon die halbe Miete, sagt Susanne Seyfried.

Eine kurze Bewegungsübung und dann geht es los. Zunächst bespricht sie mit ihrem Schüler, wie dessen Woche war und wo er sich beim Lernen zu Hause Unterstützung wünscht. Mit Hilfe des von beiden Seiten nutzbaren Zoom-Whiteboards, einer Art virtueller Tafel, kann die eigentliche Therapie beginnen. Dokumente und Videos werden geteilt, aber auch Spielideen umgesetzt. "Online müssen wir mehr kommunizieren, aber das hat den Vorteil, dass der Schüler das wichtige Verbalisieren lernt. Er berichtet mir genau, wie er bei der Lösung einer Aufgabe vorgegangen ist und warum gerade so."

Die Beratung der beim Home-Schooling zumeist überforderten Eltern ist bei Susanne Seyfried inklusive. Sie gibt konkrete Tipps für das häusliche Üben, rät aber vor allem zu mehr Gelassenheit und ermutigt zu einem offenen Wort zum Lehrer, wenn einmal etwas nicht klappt. "Der Kontakt zum Lehrer ist gerade jetzt sehr wichtig, denn die Schüler kommen mit dem freien Lernen unterschiedlich gut klar".

Weitere Angebote

Dankbar angenommen werden zurzeit ihre kostenlosen "Webinare", in denen sie Eltern online Anregungen für das freie Lernen daheim gibt. Auch nach der Corona-Pandemie wird Susanne Seyfried online arbeiten. Zum einen hat sie Schüler, die weit entfernt wohnen, zum anderen ist diese Art der Therapie eine gute Alternative, wenn sie selbst oder ihre Schüler erkrankt sind oder keine Zeit für ein Treffen ist. Ausbauen werde sie ihre Online-Kurse im Bereich Mengenverstehen und mathematische Grundlagen. Sie sind für Eltern gedacht, die ihre Kinder beim Rechnen unterstützen möchten, sich aber keine Lerntherapie leisten können.

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