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Villingen-Schwenningen Lehrer fehlen hinten und vorne

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Die Stadt sucht FSJler für Schulen. Andrea Breinlinger-Müller präsentiert die aktuelle Werbe­kampagne. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Markus Kreilinger, Personalreferent des Staatlichen Schulamtes, spricht von einer "angespannten Lehrerversorgung". Hatte man im vergangenen Schuljahr im Grundschulbereich schon "massive Probleme", so ist die Situation in diesem Jahr "noch schlechter".

Villingen-Schwenningen. Tacheles redete Kreilinger in der Vollversammlung der Elternvertreter des Gesamtelternbeirates der Schulen in VS (GEB). Von im Dezember 68 ausgeschriebenen Vollzeitstellen habe man bisher 16 besetzen können. Kreilinger hofft, dass bis zum Schuljahresende noch einige dazukommen, weil Studienabgänger gerne "pokern", um an einen ihrer Wunschorte versetzt zu werden. Und da gehöre Villingen-Schwenningen und generell der ländliche Raum nun einmal nicht dazu.

Genau anders herum verhalte es sich im Gymnasialbereich. Dort finden nicht alle Junglehrer eine Anstellung. Mit dem gesicherten Angebot an sie, nach vier Jahren Unterricht an der Grundschule als Gymnasiallehrer arbeiten zu können, steuere das Kultusministerium derzeit dagegen. Der Pool der Krankheitsvertreter sei komplett ausgeschöpft, sagte Kreilinger auf Anfrage.

Elternzeiten bei Lehrerinnen und Lehrern von wenigen Monaten stellen die Schulen außerdem vor Probleme, da diese Stellen nur neu besetzt werden, wenn mehrere Jahre pausiert werde. "Zu viele ­Neubesetzungen führen dazu, dass wir in wenigen Jahren wieder zu viele Lehrer ­haben", glaubt Kreilinger. Der derzeitige Spagat gelinge nur mit engagierten Schulleitern und einem flexiblen ­Lehrpersonal.

Dankbar ist der Personaler zudem für die Aushilfe pensionierter Lehrkräfte, "sie haben uns schon oft gerettet". In drei bis vier Jahren, so lautet eine Prognose, könne sich die Lage entspannen. Die Pensionierungsflut sei dann abgeebbt, und viele Mütter und Väter kämen aus der Elternzeit zurück, äußerte Kreilinger seine Hoffnung. Bis dahin setze man auch auf die für ein Schuljahr befristete Beschäftigung von "Nichterfüllern". Das seien keine ausgebildeten Lehrer, aber im pädagogischen Bereich qualifizierte Menschen, die je nach Ausbildung in den Unterrichtsbereichen Musik, Bildende Kunst und Sport eingesetzt werden.

Bei der Erleichterung des Personalproblems ist auch das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis) behilflich, stellt es doch junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an Schulen ein. Andrea Breinlinger-Müller präsentierte dazu die aktuelle Werbekampagne. "Wir hoffen, alle Stellen besetzen zu können", sagt die Abteilungsleiterin.

Nicht genügend Mitarbeiter – das kennt auch Dieter Kleinhans vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau. Als Schulträger ist die Stadt für die Schulsanierungen und den Brandschutz zuständig. Verständnis zeigte Dieter Kleinhans angesichts maroder Schulen für die Ungeduld der Eltern, doch "wir brauchen zehn Jahre für die Auflösung des Sanierungsstaus", lautete seine Aussage. In diesem Jahr werde an zehn Schulen daran gearbeitet. 21 Millionen Euro sind dafür eingestellt, davon allein zehn Millionen für das Gymnasium und den ­Schulverbund auf dem Deutenberg.

In Sachen Brandschutz fordern die Eltern eine Prioritätenliste. Die Brandserie in den letzten vier Jahren beunruhigt sie. "Gegen Brandstiftung – und das war es nahezu in jedem Fall – können wir allerdings nichts tun", so Kleinhans.

 
 

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