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Villingen-Schwenningen Laute Töne rund ums doppelstädtische Stadtgeflüster

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Es ist noch nicht lange her, dass die Stadtflüsterer frohen Mutes ihren Verein gegründet haben. Im Juni 2018 stellt sich der Gründungsvorstand mit dem Vorsitzenden Hartmut Kersten (rechts), seinem Stellvertreter Dirk Caroli (Zweiter von rechts) und der damaligen Kassiererin May-Thy Vo (Dritte von rechts) dem Fotografen. Archivfoto: Spitz Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen. Mit Spannung erwartet wurde die außerordentliche Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins Stadtgeflüster VS. Schon im Vorfeld war die Unruhe groß.

Schwere Vorwürfe standen im Raum. Der Vereinsvorsitzende Hartmut Kersten, der sich derzeit wegen einer privaten Angelegenheit in Haft befindet, hatte deshalb bereits mitteilen lassen, sein Vorstandsamt zur Verfügung zu stellen. Er hatte zudem die Auflösung des Vereins empfohlen und strebt die völlige Trennung von Verein und Internetplattform, zu der mittlerweile fast 17 000 Stadtflüsterer gehören, an.

Der Verein "Stadtgeflüster" ist Geschichte. In der Mitgliederversammlung am Freitag im Gasthaus Wildpark wurde auf Antrag von Sascha Gabriel der Auflösung des Vereins einstimmig zugestimmt.

Elf Mitglieder und zwei Besucher hatten sich eingefunden und stellten viele Fragen an den stellvertretenden Vorsitzenden Dirk Caroli, dem zur Seite ein Angestellter des Steuerberatungsbüros Patrick Leismann stand, der die vorläufige Überschussermittlung für das Kalenderjahr 2019 mitgebracht hatte – ein Werk, das nicht vollständig war, da noch viele Rechnungen und Unterlagen fehlen, die wohl im Besitz von Hartmut Kersten sein sollen.

Die Mitglieder hatten viele Fragen an Caroli, die er sich bemühte zu beantworten, die aber nicht immer die Zustimmung der Fragesteller fanden.

Er habe nur eine Teilabrechnung vornehmen können, erklärte Caroli und wies darauf hin, dass das Gericht gesagt hatte, dass die Endabrechnung in zwölf Wochen ausgeführt werde.

Die Kassierin hatte ihr Amt früh niedergelegt, da sie keinen Einblick in die Kasse erhalten hatte. Martin Weidinger betonte, man könne nicht sagen, die Kassiererin ist draußen, jetzt macht jeder etwas. Er habe nichts vom Rücktritt der Kassiererin gewusst, antwortete Caroli, während sich die Stimmung mehr und mehr aufheizte. "Du als zweiter Vorsitzender hättest die Pflicht gehabt, die Kasse zu prüfen, als die Kassiererin aufgehört hatte."

Caroli stellte Benjamin Heiß als seinen Berater vom Steuerbüro vor, und dieser wurde gleich gefragt, ob er ein vereidigter Steuerberater sei und sich im Vereinsrecht auskenne. Er sei nur Angestellter von Leismann, antwortete dieser, dem die aufgeladene Stimmung sichtlich unangenehm war. Auf die Frage, wer für das Defizit in der Kasse hafte, antwortete Caroli, der erste und zweite Vorsitzende.

Nachdem einstimmig der Auflösung des Vereins zugestimmt wurde, brach Caroli die Versammlung ab und erklärte, wenn Helmut Kersten zurück sei und alle Rechnungen bezahlt seien sowie alle fehlenden Belege vorliegen würden, gebe es eine weitere Versammlung zur endgültigen Auflösung des Vereins.

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