Auch diesmal wieder ein starker Magnet für Menschen aus der ganzen Region: Blick auf den Schwenninger Muslenplatz kurz nach 18 Uhr. Foto: Trenkle

Neunte Schwenninger Kulturnacht bestens besucht. Tausende Gäste und mehr als 100 Veranstaltungen.

Villingen-Schwenningen - Mit "Eine Nacht – 1000 Geschichten" war die neunte "Lange Schwenninger Kulturnacht" überschrieben. Die erste Geschichte schloss bereits zum Start um 18.15 Uhr mit einem Happy End. Ließ der wolkenreiche Himmel bis um 18 Uhr noch eher vermuten, dass die neunte Event diesmal eher eine verregnete Angelegenheit wird, drang mit dem Ende der Begrüßungsworte auf dem Muslenplatz pünktlichst die Sonne kräftig durch die Wolken.

Mit Bezug auf die laufende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien könnten "in dieser Nacht die vielen tausend Besucher in Schwenningen Ähnliches erleben wie an der Copacabana", geriet Oberbürgermeister Rupert Kubon ins Schwärmen. "Bei der Weltmeisterschaft sind gerade mal 36 Nationen vertreten. In unserer Stadt jedoch mehr als 130. Sie, ich, wir alle sind Teil einer tollen Stadt."

Sogar über das auf der Stadtbibliothek rund sechs Stunden später als mitternächtliches Highlight gezündete Feuerwerk hinaus wurde bei den von jenen in Rio de Janeiro gar nicht so weit entfernten nächtlich-angenehmen Temperaturen noch lange in der Innenstadt gefeiert.

An 34 Orten waren diesmal mehr als 100 Einzelveranstaltungen zu zählen. Mehr als 1000 Akteure waren beteiligt. Das Einzugsgebiet der Gäste reichte inzwischen längst über die benachbarten Kreise hinaus. Selbst aus Frankreich und der Schweiz zog es Menschen zur Kulturnacht nach Schwenningen.

Besonderes Kennzeichen dieser Nacht ist die kulturelle Vielfalt: Rock, Volkstänze, Blasmusik, Steptanz, Kinderprogramm, Vorträge, Kurzfilme – das alles hat nebeneinander Platz auf dem rund einen Meter breiten Prospekt und der Realität der Schwenninger Innenstadt.

Auch diesmal konnte sich das Publikum treiben lassen und fand so alle paar Meter weiter ständig neue Aspekte der erstaunlich breiten kulturellen Vielfalt von Vereinen, Bands, Einzelpersonen, Volksgruppen und dem hohem Niveau deren Darbietungen.

Nur wenige Künstler wurden zusätzlich von außerhalb hinzu bestellt: so beispielsweise die Italienische Band Ca’ d’ Oro Royal oder die Gruppe Drums United, welche auf dem zentralen Muslenplatz eindrucksvoll den Anfangs- und Schlusspunkt setzten.

Marktplatz, Mauthepark, Hockenplatz, Muslenzentrum, Gartenschule, Stadtbibliothek, Uhrenindustriemuseum, Städtische Galerie oder Villa Bürk – die Investition von neun, oder im Vorverkauf sieben Euro lohnte sich allemal zur Teilhabe an einem großen Ganzen.

Wer übrigens trotz der vielen Angebote nicht ganz lassen konnte vom Blick über den großen Teich nach Brasilien, der hatte hierzu auch Gelegenheit: Große Bildschirme in den Gaststätten informierten im Vorübergehen über die aktuellen Spielstände der WM.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: