Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Künstler Frank Altmann im Porträt

Von
Frank Altmann in seinem Atelier. Foto: Herfurth

VS-Schwenningen - Der Schwenninger Künstler Frank Altmann hat es geschafft, sich in der Kunstszene einen Namen zu machen. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten erzählt er, was er mit seiner Kunst bezwecken will und wie er mit seinen Werken beginnt.

Der frischgebackene Familienvater wohnt mittlerweile mit seiner Frau und Tochter in einem Haus in Rottweil. Es ist ein sehr malerischer, verträumter Ort, direkt am Neckar, mit viel Grün. Wenn nicht hier, wo sonst könnte ein Mensch kreativ sein?

Kreative Laufbahn

Im Alter von 16 Jahren hatte Frank Altmann einen Kunstlehrer am Gymnasium am Deutenberg, der ihn "inspirierte und vor allem motivierte, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen", erinnert er sich. Nach seinem Abschluss stand für ihn fest, dass er an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe sein Glück versuchen möchte. Einen Plan B hatte Altmann damals nicht wirklich, wie er gesteht. "Ich wollte auf jeden Fall Kunst studieren. Wäre die Aufnahmeprüfung misslungen, hätte ich vielleicht ein Semester Erdkunde studiert", sagt er und lacht.

Die Aufnahmeprüfung war zu Altmanns Glück beim ersten Versuch erfolgreich. "Im Nachhinein hätte ich mir nie vorstellen können, etwas anderes zu machen. Ich brauche die Kunst", meint er. Als er damals seine Bewerbungsmappe einreichte, war der Großteil seiner Bilder realistisch gezeichnet, also überhaupt nicht in dem Stil, dem Altmann heute nachgeht. "Nach meiner Aufnahme wurde uns gesagt, dass wir im Studium noch einmal einen Neuanfang wagen sollten. Ich musste also noch mal von null anfangen", sagt er.

Am Anfang seiner Studienzeit hatte Altmann das Gefühl, dass nichts richtig funktionierte. "Ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Es wurde erwartet, dass Studenten handwerklich bereits ausgebildet sind. Hilfe gab es meist nur, wenn man direkt Fragen zu Projekten stellen konnte", berichtet er.

Einen Punkt, an dem er keine Kunst mehr machen wollte, gab es dennoch nicht.

Auf die Frage, ob es etwas gebe, was er nicht zeichnen könne, antwortet er zögerlich. "Zeichnen ist auch nur Übungssache", weicht Altmann aus. Allerdings findet er auch, dass er im Laufe der Jahre besser geworden ist.

Nachdem er 2009 sein Studium abgeschlossen hatte, arbeitete er drei Jahre als freier Künstler. "Als Freischaffender war ich ständig nur dabei, Bewerbungen für Stipendien und Ausstellungen zu schreiben. Das kann sehr frustrierend sein", sagt er.

In dieser Zeit war er auch etwa zwei Jahre in Berlin tätig. "Am Ende war ich nur noch genervt von der Stadt. Ich bin damals nicht einmal mehr gerne auf meine eigenen Ausstellungen gegangen und deshalb auch wieder zurück in den Schwarzwald gezogen", erklärt er.

Neben der freien Kunst arbeitet der 37-Jährige als Kunstlehrer am Leibniz-Gymnasium in Rottweil. "Die Kombination beider Arbeitsgebiete gefällt mir gut", sagt er. Als Künstler bleibt Altmann sich treu: "Ich spiele keine Rolle."

Die Kunstwerke

Seine Werke lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen: Malerei, Versuchsanordnungen und Diaproduktionen. Alle seine Werke beziehen sich auf die klassische Moderne, die etwa vor 100 Jahren begann und unsere heutige Zeit stark geprägt hat. Jede seiner Arbeiten basiert auf der Inspiration durch Vorhandenes. Wenn Altmann ein Projekt beginnt, recherchiert er lange nach vormodernen Kunstwerken, aus denen er Detailausschnitte für eigene Arbeiten verwenden kann. "Viele Menschen, die meine Kunst sehen, denken, dass sie das ja schon von anderen Künstlern kennen." Aber genau das sei sein Ziel, "ich möchte den Betrachter zum Nachdenken anregen".

"Ich sehe mich auch als Sammler meiner Interpretationen abstrakter Kunst", berichtet der 37-Jährige. Momentan arbeitet er an zwei Vogelhäuschen, die an die Freundschaft der Künstler Mondrian und Van Doesburg erinnern sollen und deren Stil widerspiegeln. Bis Herbst steht ein weiteres Vogelhaus von Altmann zur Besichtigung in Walldorf auf dem Lindenplatz.

Der Schwarzwälder Bote geht in Schwenningen auf die Suche nach kreativen Köpfen jeden Alters aus verschiedenen Bereichen, um diese Personen und ihre Arbeit oder ihr Hobby in einem Porträt vorzustellen. Kennen Sie jemand, oder haben Sie selbst ein kreatives Hobby, über das es sich lohnt zu berichten? Dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. Telefon: 07720/85 18 20, E-Mail: redaktionschwenningen@schwarzwaelder-bote.de

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.