Schwarzwald-Baar-Kreis. "In den nächsten Tagen heißt es wieder auf vielen Straßen: Autofahrer aufgepasst!" So eine Mitteilung des Landratsamtes. Sobald die Nächte milder und feuchter werden, verlassen Kröten, Frösche und Molche die Winterquartiere, um sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Die Amphibien legen dabei zum Teil weite Strecken zurück und queren auch stark befahrene Straßen. An vielen Straßen- und Wegeabschnitten weisen Blinkleuchten auf die Wanderstrecken hin. Nur wenige Straßenabschnitte verfügen über fest installierte Amphibienleitsysteme; an den meisten Wanderstrecken werden Zäune aufgestellt. Hier sind die Tiere auf Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer und Hilfe durch Ehrenamtliche angewiesen. Autofahrer werden darum gebeten, die entsprechenden Warnschilder an den Straßen zu beachten und die Geschwindigkeit zu drosseln. Der Luftsog, dem eine Kröte bei vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen ausgesetzt ist, kann tödlich sein, da er oft zu Quetschungen an inneren Organen der Tiere führt. Die Polizei wird das Verhalten der Autofahrer überwachen. Ehrenamtliche Helfer und im Auftrag des Naturschutzamts Tätige stellen in den nächsten Tagen Krötenzäune auf, durch die möglichst viele Tiere bereits am Straßenrand abgefangen sollen. Die Amphibien werden dann täglich eingesammelt, über die Straße getragen und auf der anderen Seite wieder abgesetzt. Für Bürger, die dem Naturschutzamt des Landratsamtes Hinweise zu Amphibienvorkommen und -wanderstrecken geben möchten, hat das Landratsamt unter www.lrasbk.de/burgerservices/amter-im-uberblick/baurechts-und-naturschutzamt/naturschutzamt.html ein Online-Meldeportal eingerichtet. Gleichzeitig ist es möglich, sich für die Mitwirkung beim Amphibienschutz zu melden. Dies kann auch unter Telefon 07721/91 3 7 60 4 erfolgen.