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Villingen-Schwenningen Kritik an Angeboten im neuen Jugendkulturzentrum am Klosterhof

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Konzertveranstaltungen im Jugendkulturzentrum am Klosterhof ziehen: Doch für Mallorca-Partys geht der Daumen nach unten. Foto: Thomas Rücker

Villingen-Schwenningen - An einigen Fremdveranstaltungen im neuen Jugendkulturzentrum der Doppelstadt wird Kritik laut. Sie sollen weder in den Klosterhof passen noch die Leute aus dem Haus und ins neue Jugendkulturzentrum ziehen. Etwa die Mallorca-Party kürzlich - denn wer will schon Ballermannstimmung im Dezember? Mehr dazu lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Das Jahr 2019 brachte an den "Klosterhof" das lang diskutierte und ebenso herbei gesehnte neue Jugendkulturzentrum der Doppelstadt. Der fulminante Start gleich beim ersten Konzert im April mit der Rockband Crippled Black Phoenix. Erklärtes Ziel der Initiatoren um das Jugendförderungswerk VS: Das Zentrum soll vor allem eine Plattform für Veranstaltungen für eine jugendliche Zielgruppe bieten. Über mangelnden Besuch können sich die örtlichen Veranstalter sicher nicht beklagen, wenn sie an die vielen feiernden Gäste im rund 200 Quadratmeter großen Saal denken, der rund 400 Personen verkraften kann. Nicola Schurr, mit "VS ist bunt", ebenfalls schon (erfolgreicher) Veranstaltungsausrichter, steht mit seiner Meinung nicht allein da: "Die machen wirklich eine tolle Arbeit." Doch, was aktuell auch in sozialen Netzwerken diskutiert wird, kann er durchaus nachvollziehen. "Die Events mancher Fremdveranstalter passen da eben wirklich nicht rein." Und was da eben gar nicht so reinpasst, sei beispielsweise eine Mallorca-Party im Dezember: "Wer will denn so etwas" in der Adventszeit?" Zudem bezweifelt er, ob sich eine Art Ballermann-Party wirklich mit dem Konzept eines Jugendkulturzentrums vertrage: Bei allem Respekt vor dem "Klasse Job, den ihr macht: Aber konstruktive Kritik muss sein." Grundsätzlich sollte die Frage erlaubt sein: "Passt diese Veranstaltung in unser Konzept oder nicht?" Und eine Mallorcaparty sei um diese Jahreszeit eben fehl am Platz. Passender sei eine Mottoparty zur Weihnachtszeit eine "White Christmasparty" etwa, teilt Stephan R. Schurrs Ansichten.

Fehlplanungen vom Veranstalter

Mit seiner Einschätzung reagiert Schurr im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten auf eine in den sozialen Netzwerken gestellte Frage: An was es wohl liegen könne, dass bei manchen Veranstaltungen gerade mal 20 Personen sich im großen Saal verlieren und der Veranstalter damit auch viel Geld verloren habe. Nicht zuletzt ist Michael O. die Mallorca-Party in bleibender Erinnerung, mit gerade mal zehn Besuchern. Liege ein Fluch über dem Klosterhof, liege es an der Lage oder "an den Leuten von VS?"

Weder noch, kontert Gunnar Frey, der ebenso zum Veranstalterteam im Klosterhof zählt. Sein Fazit: Es liege eher an der Art der Veranstaltungen. "Meine Konzerte waren voll und die Veranstaltungen vom Jugendförderungswerk Villingen-Schwenningen auch." Mit der "Art von Veranstaltung" spielt Frey vor allem auf die Mallorca-Party an: Eine solche Party sei eben auch etwas primitiv, urteilt er. Damit reiße man nicht wirklich jemanden vom Hocker. Frey wird noch deutlicher: Es könne ja nicht sein, dass Vermietungen jetzt einen schlechten Ruf verursachen. Konzerte wie mit der Band Colour Haze mit 200 Personen oder Crippled Black Phoenix mit 260 Musikfans seien sehr gut besucht gewesen. Ganz zu schweigen von einer Kinder-Nikolausparty und Kinderosterparty mit 200 kleinen Gästen. "Es geht und läuft schon. Aber wenn man eine Mallorca party völlig an dem vorbei macht, was die Leute wollen" und eine Halloween party veranstalte, wenn es am gleichen Tag zehn Veranstaltungen mit Livemusik und DJ gebe, liege es nicht am Haus, sondern an "Fehlplanungen vom Veranstalter".

Liegt es nicht nur an der Art der Veranstaltung, sondern auch an den Veranstaltern selbst? "Ich glaube, Fremdveranstalter haben es schwer", ist sich Michael O. sicher, der die Diskussion in Gang setzte. Andere bauen auf mehr und gezielte Klosterhof-Werbung wie Bianca W. und Ral M. Werbung: Einfach bisschen besser planen, besser Werbung machen, so ein weiterer Vorschlag. "Dann wird das auch irgendwann mal voll."

Kommentar: Nein muss sein

Eigentlich passt alles: Die Location ist cool, die örtlichen Veranstalter machen einen klasse Job, der Nachtbus lässt den Klosterhof nicht links liegen. Und doch scheinen gerade Fremdveranstalter mitunter kein gutes Händchen zu haben, wenn es darum geht, ein musik- oder partybegeistertes Publikum ins neue Jugendkulturzentrum zu ziehen. Aber Hand aufs Macher-Herz: Wer hat im Dezember schon Lust auf eine Mallorcaparty? Mal davon abgesehen, dass Ballermann-Stimmung und Kulturzentrum so gut zusammenpassen wie Klosterhof und Kastelruther Spatzen. Bei allem Respekt vor dem Engagement der Initiatoren um das Jugendförderungswerk VS: Bei manchen Party-oder Event-Ideen sollte man genauer hinschauen und prüfen, ob’ s auch passt. Oder anders gesagt: Ein klares Nein muss auch mal sein. Sonst könnte das gute Image auf Dauer etwas leiden.

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