Mundart: Bärbel Brüderle erklärt den Villinger Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke. In der 76. Folge dieser Serie geht es um "Guete Vorsätz".

Gute Vorsätze, das wäre eigentlich ein Thema für den Jahresbeginn gewesen.

Inzwischen sind aber sicher schon welche davon "de Bach nab gange", darum ist jetz doch eine gute Zeit dafür.

Meine am häufigsten beschlossenen Vorsätze sind zum Beispiel diese: Im neue Johr rauch ich nint! Fallt mir bsunders liicht (als Nichtraucherin)  E baar Kilo abnämme! Wie macht mer des?  Eweng Geld uf d Siite lege! Für den wo gnueg hät, isch des sicher machbar!  Meh uf d Xundheit achte! Wär ohne Corona sicher eweng eifacher!  Kon Tropfe Alkohol uf de Disch! Also, ufbasse bim Iischenke!  Xünder koche! Wenn i nit zweg bin, no han ich eh ko Luscht zum an Herd stau!  Mol Sport, Bewegung Macht doch äloenig kon Spaß, noch dem Corona viilliicht!  Meh schlofe! Ich bruch jo ko Lerche meh sii, morgens im Bett isches so schön!  Zit schenke! Goht grad fascht nu am Telefon! Bringt aber Freud!  Zulose! Goht grad au nu übers Telefon! Macht aber viel Spaß mit de Enkel!  E Lächle schenke! Wo gits duchsichtige Maske?

Gespielt wurde das Thema auch vor zig Jahren bei der Fasnet der Münsterfrauen. Zwei Frauen reden über Neujahrsvorsätze:  Di Oe: Wa hon ihr euch vorgnomme fürs neu Johr?  Di ander: Min Ma will sich s Rauche abgwöhne, un ich gwöhn ihm s Trinke ab!

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: