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Villingen-Schwenningen Königliche Post landet in Schwenninger Briefkasten

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Freuen sich über Post von der Queen: Silas Newiger und seine Oma. Foto: Kienzler

Villingen-Schwenningen - "Oma hat immer so spontane Ideen", sagt der Schwenninger Silas Newiger. Eine dieser Ideen von Inge Langeheineke war, zusammen mit dem Zwölfjährigen der britischen Königin Elizabeth II. einen Brief zu schreiben. Die ­Antwort vom Landsitz der Windsors ließ nicht lange auf sich warten.

Es war Anfang April, als der zwölfjährige Silas mit seiner Großmutter in der Zeitung die Überschrift las: "Große Sorge um die Queen". Darunter stand, dass sich Prinz Charles und der Hundesitter der Queen mit dem Corona-Virus angesteckt hatten. Zu ihrem eigenen Schutz zog sich das Oberhaupt der britischen Königsfamilie daraufhin auf ihren Landsitz Windsor-Castle zurück.

In Brief der Königin zum Geburtstag gratuliert

"Die arme Queen dachten wir, sie ist im Grunde ja auch nur eine Oma und deshalb wollten wir sie etwas aufmuntern. Da kam uns die Idee, ihr einen Brief zu schreiben und zum Geburtstag am 21. April zu gratulieren. "Ich fand das aufregend, meine Oma hat immer so spontane Ideen", fügt Silas strahlend hinzu.

Der junge Schwenninger, übrigens ein großer Fan des Schwarzwälder Kinderboten, schnappte sich Briefpapier und Füller. "Meine Oma und ich sprechen beide nicht so gut Englisch, da haben wir den Brief einfach in Deutsch geschrieben. Und irgendjemand dort kann den Brief ja übersetzen", war sich Inge Langeheineke sicher.

Nach wenigen Versuchen waren beide zufrieden mit seinem Werk: "Liebe Königin Elizabeth! Zum Geburtstag alles Gute. Gute Gesundheit und Wohlergehen und viel Kraft zum Regieren. Es grüßt sie Silas aus dem Schwarzwald."

Antwort kam knapp einen Monat später

Aber an welche Adresse schickt man einen Brief an die Queen? "Das war nicht so schwer, ich habe einfach im Internet gesucht und die offizielle Adresse gefunden", berichtet die 69-jährige Großmutter von Silas. Die lautet "Her Majesty The Queen, ­Buckingham Palace, London", und schon machten sich die Glückwünsche auf die rund 1000 Kilometer lange Strecke von Schwenningen nach London.

Es war am Montag, 25. Mai, als Silas an seinen Hausaufgaben saß. "Mein kleiner Bruder Malte ging an den Briefkasten und berichtete ganz aufgeregt, dass da ein seltsam aussehender Brief für mich gekommen ist", erzählt Silas. Als Silas den Brief in der Hand hält, traut er seinen Augen nicht. "Mr. S Newiger" stand da in der Adresszeile. Statt einer Briefmarke ist "Royal Mail" zu lesen. "Wir dachten ja nicht, dass wir eine Antwort bekommen, deshalb war ich wahnsinnig aufgeregt und konnte es einfach nicht glauben", berichtet der Schüler der Realschule am Deutenberg.

Ganze Familie aus dem Häuschen

Nicht nur er war aus dem Häuschen, auch die Eltern Anke und Carsten Newiger konnten es kaum erwarten, den Brief zu öffnen. Aber noch musste die Familie warten. Sofort rief Silas seiner Oma an. "Nicht aufmachen, ich komme sofort", schon saß Inge Langeheineke im Wagen und düste vom Schwenninger Deutenberg rüber in die Frühlingshalde.

"Ich brachte natürlich einen schönen Brieföffner mit und wir kochten uns einen original englischen Schwarztee." Dann der große Moment, als beide den Umschlag öffneten. "Windsor Castle" war da unter dem Wappen des Vereinigten Königreichs zu lesen. Darunter sinngemäße Antwort: "Die Königin dankt Ihnen für die Nachricht anlässlich des 94. Geburtstages Ihrer Majestät. In der gegenwärtigen Situation ist die Königin äußerst dankbar für Ihre Unterstützung und ihr freundlicher Gedanke für Ihre Majestät werden sehr geschätzt."

Brief wird in Ehren gehalten

Silas und seine Oma waren nur noch am strahlen. "Klar wäre es noch cool gewesen, wenn die Queen selbst unterschrieben hätte, aber auch so finden wir es super, dass wir eine Antwort erhalten haben", meint Silas. Natürlich wird der Brief an einem sicheren Ort aufbewahrt. Nachdem jetzt der Name Silas Newiger im Königshaus ein Begriff ist, wäre es doch an der Zeit, dass die Queen ihren Schwenninger Brieffreund auf einen Tee einlädt. "Natürlich würde ich gerne mit meiner Oma nach London fliegen und die Königin live sehen."

Bis es soweit ist, heißt es weiter fleißig Briefe schreiben. Und welcher Promi könnte der nächste Empfänger sein? "Ich würde gerne Dieter Bohlen schreiben, der bringt immer so coole ­Sprüche", kommt die blitzschnelle Antwort von Silas.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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