Stephanie Schumacher, stellvertretende Bibliotheksleiterin (rechts), und Karina Hempel, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Stadtbibliothek ableistet, sind gespannt auf den Start der neuen Aktion "Heiß auf Lesen". Foto: Pohl Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Stadtbibliothek steigt in Aktion "Heiß auf Lesen" ein / Auftaktveranstaltung am 13. Juli

Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Sommerleseclubs, initiiert vom Land Baden-Württemberg, steigt die Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen mit ein. Ab 13. Juli stehen jeweils 250 Bücher an beiden Standorten für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren zur Ausleihe.

VS-Schwenningen. Bei der Initiative "Heiß auf Lesen" handelt es sich um eine Leseförderungsaktion für Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis ins Teenie-Alter. In Baden-Württemberg nehmen bereits 174 Bibliotheken teil und nun auch die Stadtbibliothek VS. Allerdings, so erklärt Stephanie Schumacher, stellvertretende Bibliotheksleiterin, spezialisiert sich die städtische Einrichtung auf Jugendliche ab zehn Jahren. "Wir haben schon ein großes Angebot für Kinder, deshalb wollen wir mit ›Heiß auf Lesen‹ die ältere Zielgruppe ansprechen."

Am 13. Juli findet in der Villinger Bibliothek gemeinsam mit dem Jugendhaus K3 eine Auftaktveranstaltung statt. Dabei können sich Teilnehmer anmelden und ihren Bücherei-Ausweis speziell auf die Aktion programmieren lassen. Ziel ist es, in der Zeit bis zum 21. September mindestens drei Bücher auszuleihen und zu lesen. Für jedes gelesene Buch gibt es einen Stempel in das sogenannte "Logbuch". Wer mindestens drei Stempel bekommen hat, nimmt an einer Verlosung der Bücherei statt. Diese findet am 21. September in der Schwenninger Bibliothek in Kooperation mit dem Jugendhaus Spektrum statt.

"Wir bewerben die Aktion nun an allen weiterführenden Schulen, um Kinder und Jugendliche in den Klassen 5 bis 10 anzusprechen", berichtet Schumacher. An jedem Bibliotheksstandort wird ein Regal mit 250 Büchern, die explizit für diese Aktion freigeschalten sind, stehen. "Es sind größtenteils unterschiedliche Bücher, sodass insgesamt fast 500 verschiedene Titel zur Auswahl stehen", erklärt die Koordinatorin der Aktion.

Zu diesen zählen ausschließlich erzählende Literatur –­ keine Sachbücher und keine Comics. Auch habe Schumacher darauf geachtet, dass die Exemplare nicht mehr als 500 Seiten haben. "Jedes Buch darf maximal für drei Wochen ausgeliehen werden. Und es dürfen nicht mehr als drei Bücher zeitgleich geliehen werden."

Die landesweite Aktion bringt laut der stellvertretenden Leiterin gleich mehrere Vorteile mit sich. Ein für sie elementarer sei, dass die Jugendlichen durch das Abgabesystem zum Austausch mit dem Personal "gezwungen" werden. "Die Bücher müssen abgegeben werden, damit die Kinder ihre Stempel bekommen. Und unsere Mitarbeiter wiederum sind verpflichtet, mit ihnen über den Inhalt zu sprechen", schildert Schumacher. So soll einerseits überprüft werden, ob das Buch tatsächlich auch gelesen wurde. Aber vor allem solle auch eine Bindung zwischen Bibliothek und Kunde entstehen.

Dass es so lange dauerte, bis sich die Stadtbibliothek VS zur Teilnahme an der Aktion durchringen konnte, begründet Schumacher so: "Wir hatten früher für diese Altersklasse den Jugendmedienpreis des Oberbürgermeisters und für die jüngeren Leser andere Angebote." Nun sei aber ohnehin ein guter Zeitpunkt, sich der Aktion anzuschließen, denn anlässlich des Zehnjährigen seien sämtliche Werbematerialien und auch die Konzeption erneuert worden. "Somit starten alle Teilnehmer ein Stück weit von vorne", sagt Stephanie Schumacher.

Unter den erfolgreichen Teilnehmern werden bei der Abschlussaktion im September verschiedene Preise verlost. Darunter als Hauptgewinn ein Tablet, ein e-Book-Reader und ein 50-Euro-Gutschein für die Buchhaltestelle.

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