Nazi-Terror: Vortrag zu Deportationen

Villingen-Schwenningen. Wie erging es und was erlebten jüdische Kinder und Jugendliche im Dritten Reich in Villingen: Heute, Dienstag, 19 Uhr, steht das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Villingen im Mittelpunkt eines Vortrags, den Heinz Lörcher im Franziskanermuseum in Villingen hält.

Anlass der Veranstaltung ist die derzeit laufende Wanderausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" des Anne-Frank-Zentrums in Berlin. Anne Frank ist eine von hunderttausenden jüdischen Kindern und Jugendlichen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Ihr Tagebuch und ihre Geschichte sind weltweit bekannt.

In dem Vortrag von Heinz Lörcher mit dem Titel "Jüdische Kinder und Jugendliche im Dritten Reich in Villingen" steht das Schicksal der Kinder im Alter von Anne Frank im Mittelpunkt, die bis zur Emi­gration oder Deportation mit ihren Familien in Villingen lebten: Silva Irene Bikart, in Villingen geboren, wurde im Konzentrationslager umgebracht. Lotte Schwab wurde aus dem Lager Gurs gerettet. Margarete, Heinz und Manfred Schwarz und Josef Haberer, alle in Villingen geboren, kamen mit Kindertransporten ohne ihre Eltern ins Ausland. Rita Schwab, in Villingen geboren, emigrierte mit ihren Eltern. Die Kinder, welche die Verfolgung überlebt haben, konnten die Erfahrung der Unterdrückung und ihr Flüchtlingsschicksal ihr Leben lang nicht mehr vergessen.

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