Sahra Mahdi ist eine der vier angehenden Erzieher der Königsfelder Zinzendorfschulen, die derzeit an der Südstadtschule mit Dritt- und Viertklässlern am Projekt "Unsichtbar" arbeiten. Hier entstehen aus Müll Roboter. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Südstadtschule: Angehende Erzieher der Zinzendorfschulen schärfen mit Projekt das Umweltbewusstsein

Auf dieser Welt möglichst keine Umweltspuren zu hinterlassen, das Grundschülern beizubringen haben sich vier angehende Erzieher der Zinzendorfschulen aus Königsfeld in der Villinger Südstadtschule vorgenommen.

VS-Villingen. Mit dem Projekt "Unsichtbar" setzen Janine Hartmann, Sahra Mahdi. Martha Schulz und Lars Haas an der Grundschule um, was ihnen eine Herzensangelegenheit ist: schon früh bei Kindern ein Umweltbewusstsein zu entwickeln. Deshalb haben sie das auch zum Thema ihres Teampraktikums gemacht, bevor sie im nächsten Jahr in das Anerkennungsjahr gehen und danach als Erzieher abschließen.

Für den Kontakt zur Südstadtschule sorgte Sahra Mahdi, und man war sich schnell handelseinig: Seit Januar kommen die jungen Menschen jeden Dienstagnachmittag an die Schule und beschäftigen sich mit den Kindern. "Das ist wie eine AG, alles freiwillig", erklärt Janine Hartmann und freut sich, dass sich 18 Dritt- und Viertklässler dafür meldeten. An Abwechslung fehlt es nicht: aus Tetra-Packs wurden Geldbeutel gefaltet, Chipsdosen mit Nägeln gefüllt und verziert und als "Regenmacher" für das Begrüßungsritual genutzt. Aus Abfallprodukten konstruierten und bauten die Kinder – freilich mit selbst angerührtem Kleister – Roboter und in der Schulküche wurde mit heimischen Produkten, vor allem mit Kartoffeln und Äpfeln gekocht und gebacken.

Sehr gestaunt haben die Schüler über die Menge Abfall, die eine vierköpfige Familie in einer Woche produziert, und sie hatten viele Ideen, diesen Umfang zu verringern. Die vier angehenden Erzieher erzählten und zeigten ihnen außerdem, welche Produkte wie recycelt werden können, aber auch, dass dafür wieder Energie aufgewendet werden muss und letztendlich immer Abfall übrig bleibt.

Das Fazit: alles, was gar nicht erst verwendet wird, fällt auch nicht als Müll an. Der Projektabschluss steht nun kurz bevor. Am Ende dürfen die Kinder die Ergebnisse ihren Eltern vorstellen und werden so – vielleicht – zu Multiplikatoren, wie es sich Janine, Sahra, Martha und Lars wünschen.

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