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Villingen-Schwenningen Kinder bringen eigene Tiere ein

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Ein lebendiges Ereignis wird der Vortrag "Die Konferenz der Tiere". Großes Interesse haben die kleinen Besucher an der Schildknecht-Bergmann-Walcker-Orgel. Auskünfte erteilen Lea Decker und Marius Mack. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Ein Orgelkonzert der besonderen Art bot Bezirkskantor Marius Mack, zusammen mit der Rezitatorin Lea Decker in der Johanneskirche. Aufgeführt wurde Erich Kästners "Die Konferenz der Tiere".

Über 30 Kinder mit Begleitung nutzten den Sonntagnachmittag, um der Bearbeitung durch Eva Martin-Schneider (Text) und Christiane Michel-Ostertun (Musik) zu lauschen. Die Kleinen platzierten sich nahe des Orgelbocks und hatten zum Schluss Gelegenheit, Wissenswertes über die "Königin der Instrumente" zu erfahren und ihr einige Töne zu entlocken.

Angesichts derzeitiger Flut an politischen, wirtschaftlichen und sozialen Konferenzen ohne greifbare Ergebnisse oder gar Folgen, ist der Einfall Kästners in der Nachkriegszeit geradezu genial. Die Tierwelt hat die Nase voll von ungelösten weltweiten Problemen auf verschiedenen Ebenen. Löwe Alois, Elefant Oskar und Giraffe Leopold starten im "Hochhaus der Tiere" ein Treffen mit internationalen Vertretern der Tierwelt. Ferner sind Menschenkinder aus jedem Kontinent eingeladen. Missstände kommen auf den Tisch. Ergebnis: Die menschlichen Erwachsenen sollen sich für Pazifismus sowie Glück und Frieden der Kinder entscheiden.

Mit markanter Stimme gab Lea Decker den Texten Gehalt, konnte differenziert Stimmungen herbei zaubern und ließ die Kinder mit agieren, die zum Teil ganz munter die Geschichte verfolgten. Leider war die Übertragungsanlage unzulänglich, doch wie selbstverständlich ergänzten sich Text und Musik in einem flüssigen Ablauf.

Marius Mack sorgte mit passender Registrierung für poetisch-pittoreske Klangimpressionen. Die Hauptpersonen wurden musikalisch in Szene gesetzt: Majestätisch auf leisen Pfoten kam der Löwe daher, tapste der Elefant ins Rund und rhythmische Sprünge kennzeichneten die Giraffe. Hunde jagten durch die Manual-Tastatur und Käfer summten chromatisch.

Insgesamt entstand ein buntes Gewimmel zu dem die Kinder ihre eigenen Tiere einbrachten, bis ein trillerndes Telegramm aus Kapstadt eintraf. Einem forschen Marsch folgte aufgewühlte Stimmung. Spannung wurde aufgebaut. Fanfaren, verspielte Passagen, Bass-Ostinato, Donnergrollen, Tremolo und Glissando, ein Walzer, ruhige Momente und diffuses Dunkel gingen in einem fröhlichen Tanz und einem voll klingenden Schluss auf. Frieden, Grenzenlosigkeit und Gleichheit aller Menschen durften einkehren. Eine Utopie?

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